Erwachsenen- und Weiterbildung
Jüngere Ansätze der humanistischen PädagogikIn den sechziger Jahren entstanden verschiedene Bewegungen der humanistischen Pädagogik als Reaktion auf das autoritäre Bildungssystem. Die sogenannten "Free Schools" fanden zu dieser Zeit eine beachtliche öffentliche Aufmerksamkeit. Hier kann eine Verbindung zu der von Alexander Sutherland Neill (1883-1973) 1921 gegründeten Internatsschule Summerhill in England gesehen werden.
Als Reaktion auf diese Bewegung und ihre mangelhaften wissenschaftlichen Ansätze entstand die moderne humanistische Pädagogik mit den Grundansätzen aus der humanistischen Psychologie. Als wichtige Vertreter dieser Richtung sind Carl Rogers, Charlotte Bühler, Abraham Maslow und Paul Goodman zu nennen. Sie lässt sich folgendermaßen definieren: Humanistische Pädagogik ist eine Einstellung gegenüber Erziehung, die den Aspekten der Freiheit, der Wertschätzung, der Würde und der Integrität von Personen mehr Gewicht beimisst. Sie ist personenzentriert. Humanistische Pädagogik soll sich mit dem Verhalten sowie auch mit dem Innenleben, Werten und Gefühlen von Schülern beschäftigen. Die Ziele der humanistischen Pädagogik [ausgegeben von der ASCD Association for Supervision and Curriculum Development 1978] sind:
1.Sie akzeptiert die Bedürfnisse des Lernenden und stellt Erfahrungsmöglichkeiten und Programme zusammen, die sein Potential berücksichtigen. 2.Sie erleichtert "Selbst-Aktualisierung" und versucht, in allen Personen ein Bewusstsein persönlicher Wertschätzung zu entwickeln. 3.Sie betont den Erwerb grundlegender Fähigkeiten, um in einer aus vielen Kulturen bestehenden Gesellschaft zu leben. Dies beinhaltet akademische, persönliche, zwischenmenschliche, kommunikative und ökonomische Bereiche. 4.Sie versucht, pädagogische Entscheidungen und Praktiken persönlich zu machen. Zu diesem Zweck beabsichtigt sie, den Lernenden in den Prozess seiner eigenen Erziehung miteinzubeziehen. 5.Sie anerkennt die wichtige Rolle von Gefühlen und verwendet persönliche Werte und Wahrnehmungen als integrierte Teile des Erziehungsprozesses. 6.Sie entwickelt ein Lernklima, das persönliches Wachstum fördert und das von den Lernenden als interessant, verstehend, unterstützend und angstfrei empfunden wird. 7.Sie entwickelt in den Lernenden einen echten Respekt für den Wert des Mitmenschen sowie die Fähigkeit, Konflikte zu lösen. (Fatzer, S.) Auszug aus meiner Diplomarbeit: "Humanistische Lehrmethoden in technologischen Lernumgebungen" Matthias Brenner, Hanau






