Leben
Erich Hackl verbrachte seine Jugend in Steyr. Er besuchte dort
das Gymnasium und studierte anschließend Germanistik und Hispanistik an den Universitäten in Salzburg, Salamanca und Málaga. Ab 1977 war er Lektor für
deutsche Sprache und
österreichische Literatur an der
Universidad Complutense in Madrid. Von 1979 bis 1983 unterrichtete er als Lehrer für Deutsch und Spanisch in Wien, von 1981 bis 1990 am Institut für Romanistik der Universität Wien. Seit 1983 ist er freier Schriftsteller. Zahlreiche
Reisen haben ihn in verschiedene Länder Lateinamerikas geführt.
Erich Hackl, der Mitglied der
Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt ist, erhielt u.a. folgende Auszeichnungen:
1987 den Aspekte-Literaturpreis, 1991 den
Evangelischen Buchpreis
und den
Österreichischen Förderungspreis für Literatur, 1994 den
Kulturpreis des Landes Oberösterreich, 1995 den
Gerrit-Engelke-Literaturpreis, 1996 den Bruno-Kreisky-Preis und
2002 den Solothurner Literaturpreis.
Werke
- Auroras Anlaß, Zürich 1987
- Abschied von Sidonie, Zürich 1989
- König Wamba, Zürich 1991
- Sara und Simón, Zürich 1995
- In fester Umarmung, Zürich 1996
- Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick, Zürich 1999
- Abschied von Sidonie: Materialien zu einem Buch und seiner Geschichte, Zürich 2000
- Der Träumer Krivanek, Salzburg 2000
- Die Hochzeit von Auschwitz, Zürich 2002
Herausgeberschaft
- Das Herz des Himmels, Wien [u.a.] 1985
- Hier ist niemand gestorben, Schwifting 1985
- Geschichten aus der Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs, Darmstadt [u.a.] 1986
- Wien, Wien allein, Darmstadt [u.a.] 1987
- Zugvögel seit jeher, Wien [u.a.] 1987
- Spanien im Schatten der Sonne, Frankfurt am Main 1989 (zusammen mit Manuel Lara García)
- Henriette Haill: Straßenballade, Ottensheim/Donau 1996
- Alfredo Bauer: Hexenprozeß in Tucumán und andere Chroniken aus der neuen Welt, Wien 1996
- Album Gurs, Wien [u.a.] 2000 (zusammen mit Hans Landauer)
- Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer, Wien 2003 (zusammen mit Hans Landauer)
Übersetzungen
- Humberto Ak'abal: Trommel aus Stein, Zürich 1998
- Luis Fayad: Auskunft über Esters Verwandte, Bornheim-Merten 1987 (zusammen mit Peter Schultze-Kraft)
- Eduardo Galeano: Das Buch der Umarmungen, Wuppertal 1991
- Carilda Oliver Labra: Um sieben in meiner Brust, Heilbronn 2001 (zusammen mit Dorothee Engels)
- Rodrigo Rey Rosa: Die Henker des Friedens, Zürich 2001
- Rodrigo Rey Rosa: Die verlorene Rache, Zürich 2000
- Ana María Rodas: Gedichte der erotischen Linken, Salzburg [u.a.] 1995
- Mauricio Rosencof: Die Briefe, die nie angekommen sind, Salzburg [u.a.] 1997
- Juan José Saer: Die Gelegenheit, München [u.a.] 1992
- Idea Vilariño: An Liebe, Salzburg [u.a.] 1994
Literatur
- Michael-Josef Richter: Intertextualität als Mittel der Darstellung in Erich Hackls Erzählungen, Berlin 1996
- Herbert Domanski: Analysehilfen Erich Hackl "Abschied von Sidonie", Stuttgart [u.a.] 1999
Weblinks