Ereignis
Ein Ereignis (v. althochdeutsch: irougen vor Augen stellen, zeigen) findet immer dann statt, wenn sich etwas verändert, wenn etwas passiert.
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2 Ereignisse in der Ontologie 3 E. in der Relativitätstheorie 4 E. in der Medizin 5 Siehe auch 6 Weblinks |
Arten von Ereignissen
Die Versuche einer Einteilung in ereignisarme und ereignisreiche Orte und Zeiten sind immer willkürlich, weil auf den Menschen zentriert, daher scheitern sie aufgrund ihrer inneren Widersprüchlichkeit.
Ereignisse in der Ontologie
In der Ontologie bezeichnet ein Ereignis etwas sich veränderndes, ein Geschehen, also eine prozessuale Entität im Gegensatz zu einem Ding oder einer Substanz.
Über die Natur eines Ereignisses gibt es widersprüchliche Anschauungen. Die eine sieht das Ereignis als eine Folge der Dinge an:
- Bei jedem Ereignis wirkt in der Regel eine (physikalische) Kraft auf Materie ein und verändert dessen (atomare) Ordnung.
- Die Ereignisse manifestieren sich in Dingen.
Für Martin Heidegger bekundet sich im Ereignis das Zusammengehören des Menschen mit dem Sein als der Offenheit in der Zeit, in der sich etwas zeigen und gedeutet werden kann.
E. in der Relativitätstheorie
In der Relativitätstheorie wird ein durch Ort und Zeit festgelegter Punkt der Raumzeit als Ereignis bezeichnet.
E. in der Medizin
In der Medizin gibt es schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE; Serious Adverse Event - SAE) als Folge von medizinischen Maßnahmen.
Ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis ist jedes unerwünschte Ereignis, das
- zum Tode führt.
- lebensbedrohend ist (die Lebensgefahr muss tatsächlich bestanden haben)
- einen Krankenhausaufenthalt erforderlich macht oder verlängert.
- zu einer dauerhaften oder entscheidenden Behinderung führt.
- eine kongenitale Anomalie oder ein Geburtsdefekt ist.
- ein anderes, nach medizinischer Einschätzung klinisch relevantes Ereignis ist.
Siehe auch
aktuelle Ereignisse, Folge
Literatur
Weblinks






