Eitzum
Eitzum, ein Ort der Samtgemeinde Schöppenstedt am Höhenzug ElmIn der ersten Urkunde des Ortes von 1260 lesen wir Etsen. 1290 schrieb man Etxem, 1302 Eysen, 1311 Ekzem und Eytzem, 1336 Etsum, 1344 Tetzem und 1476 Eytsem. Der Volksmund sagt Eitzen. Die von Dahlum verkauften 1260 die zur Schliestedter Burg gehörende Vogtei an das Stift Marienberg. Dieses hatte den Besitz noch im Jahre 1778. Das Kloster Riddagshausen bei Braunschweig erhielt von denen von Warle 1290 eine Hufe und besaß einen Halbspännerhof mit 53 Morgen. Im Jahre 1802 standen drei Mühlen in Eitzum; eine davon ging 1318 als herzogliches Lehen an die von Watzum. Bei Grabungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand man im Ort einen bronzenen Stierkopf, offenbar das Endstück eines Trinkhornbeschlages, wie er auf den nordischen Ostseeinseln verbreitet war. Vermutlich handelt es sich um einen frühen europäischen Import.

Ortswappen (seit 03-03): der grüne Bogen weist auf die Bewaldung des Elms und die umgebenden Hügel; die rote Raute (Rodung) symbolisiert die nähe zum Waldrand. Das stilisierte Mühlenrad erinnert an die Wassermühlen der Altenau (Wellenlinie).
Um Eitzum herum gibt es einige Hügel, deren Deutung Schwierigkeiten bereitet. Da ist zunächst einmal der Lauseberg. Der einzige Flurname dieser Art im ganzen Landkreis Wolfenbüttel. Bei der niederdeutschen Form “Luseberg” denkt man an Läuse, “lausiger Berg”, doch lus heißt im Althochdeutschen Schilf oder Binsen. Aber Schilf auf einem Hügel? Auch über den sagenumwobenen Totenberg rätselt man. Auf dem Totenkampe zwischen Eitzum und Schliestedt hat einmal eine Schlacht stattgefunden, so die Sage, und beim Anlegen einer Sandgrube wurden mehrere Schädel gefunden. Waren diese Toten Namensgeber?







