Neben dem Internet ist auch in nahezu allen anderen Computer-Netzen (z. B. ax.25, Novell, Windows, BTX) der E-Mail-Versand nach eigenen Verfahren vorgesehen, seit den 1990er-Jahren aber praktisch bedeutungslos.
Für E-Mail gibt es nur eine Schreibweise, analog zu E-Gitarre, H-Milch oder A-Bombe. Email, EMail oder eMail sind daher falsch.
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2 Verwendete Protokolle 3 Funktionsweise und Nutzung 4 Schwächen |
Format der Adressen
Das Format der Internet-E-Mails wird im RFC 822 festgelegt, welcher durch den RFC 2822 abgelöst werden soll.
Jeder Empfänger einer E-Mail im Internet muss eine Adresse besitzen, die üblicherweise aus Benutzer- und Hostnamen, getrennt durch das Zeichen @ (Aussprache engl. "at" oder umgangssprachlich "Klammeraffe"), besteht. Die Nachrichten werden im Allgemeinen auf Servern gesammelt.
Meist werden Klartext-Nachrichten verschickt. Dabei werden oft Abkürzungen oder Smileys verwendet. Zudem können E-Mails auch mit anderen elektronischen Inhalten wie Bildern, binären Dokumenten oder aufgenommener Sprache als so genannte Dateianhänge verschickt werden.
Der Betreff
ist für den Empfänger eine wichtige Kurzinformation und sollte daher nie fehlen. Das Betr.: bzw. Conc: stellt eine Beziehung des Senders und/ oder des Empfängers zu einer Sache, erforderlichen Aktion oder zu einem Ereignis her.
In einer Zeit so vieler Spams ist das Setzen eines für den Empfänger verständlichen Betreffs noch wichtiger als früher.
Zur Nutzung von E-Mail braucht man ein E-Mail-Programm, auch E-Mail-Client oder Mail-User-Agent (MUA) genannt. Dieses holt die E-Mails (meist mittels der Protokolle POP3 oder IMAP) vom E-Mail-Server des Providers ab, der sie in einer Mailbox auf dem Server gespeichert hat.
Zum Versand einer E-Mail schickt das E-Mail-Programm des Benutzers diese üblicherweise per SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) an den E-Mail-Server des Providers (Smarthost), der diese dann an den E-Mail-Server des Empfängers weiterschickt. Dort kann sie dann der Empfänger wiederum per POP3 oder IMAP mit seinem E-Mail-Programm abholen.
Tauchen beim E-Mail-Versand Probleme auf, z.B. fehlerhafte E-Mail-Adresse oder volle Mailbox des Nutzers so wird die versendete E-Mail "gebounced" (zurückgeschickt), wobei als Absender der so genannte Mailerdaemon auftritt.
Ein E-Mail-Programm braucht zur Konfiguration üblicherweise Angaben über das Benutzerkonto (englisch account) des Benutzers (Benutzername und Passwort), außerdem die Netzadresse des Servers zum E-Mail-Empfang (z. B. "pop.providername.de") und zum Versenden (z. B. smtp.providername.de).
Als alternatives Verfahren zur Verwendung eines E-Mail-Programms hat sich auch die Nutzung von Webmail etabliert. Webmail ermöglicht die Verwaltung von E-Mails mithilfe eines Webbrowsers.
Das herkömmliche E-Mail-System besitzt mehrere Schwächen. Die meisten Nachrichten werden im Klartext verschickt, können also prinzipiell auf jedem Rechner, den die Nachricht auf ihrem Weg vom Absender zum Empfänger passiert, gelesen werden. In der Analogie zur klassischen Post repräsentiert die E-Mail die Postkarte, nicht den durch einen Umschlag vor neugierigen Blicken geschützten Brief. Des Weiteren kann E-Mail i. d. R. mit jedem beliebigen Absender verschickt werden, was oft für unerwünschte Werbung (Spam) benutzt wird.
Für beide Probleme (Absenderauthentifizierung und Verschlüsselung) existieren die Verfahren PGP und das freie GPG sowie S/MIME, die jedoch noch nicht besonders weit verbreitet sind.
Siehe auch: MAPI, vCard, Junk-Mail
Verwendete Protokolle
Funktionsweise und Nutzung
E-Mail-Programme
Webmail
Schwächen






