DSLAM
DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer). Teil der für den Betrieb von DSL benötigten Infrastruktur. Der DSLAM ist ein Schaltschrank in der Vermittlungsstelle mit Slots für sog. Linecards, auf denen jeweils etwa 100 Ports zusammengefasst sind. Ein Port besteht im wesentlichen aus einer ATU-C (dem Gegenstück zum DSL-Modem auf Kundenseite), sowie evtl. einem Splitter (z.B. bei T-DSL), um die evtl. über die Leitung laufenden Telefongespräche vom DSL-Datenverkehr zu trennen und ins konventionelle Telefonnetz weiterzuleiten.Das zweite wesentliche Bauteil des DSLAM ist dessen Network Interface, mit dem er rückwärtig an einen DSL-AC angebunden ist. Meist verwendet man hierfür ATM und Glasfaserkabel.
Der DSLAM sammelt (bzw. verteilt) auf örtlicher Ebene den DSL-Datenverkehr der Endkunden und reicht ihn an den regionalen DSL-AC weiter. Dies ist notwendig, da man bei xDSL eine Komponente "vor Ort" braucht, die die Kupferleitungen der Endkunden (welche eine für DSL typische beschränkte Reichweite haben) terminiert und auf eine Leitung mit höherer Reichweite umsetzt. Nach dem OSI-Modell ist der DSLAM auf Layer 2 angesiedelt und deshalb für das IP-Protokoll transparent.






