Dosimeter
Unter Dosimeter versteht man Messgeräte, die zur Messung von Dosis im Strahlenschutz dienen.
Man unterscheidet zwischen direkt ablesbaren Dosimetern oder solchen, die man später auswerten muss um die Werte ablesen zu können.
Direkt ablesbare Dosimeter verwendet man im Strahlenschutz, da ein sofortiges Handeln bei Erreichen einer bestimmten Dosis notwendig ist. Sie werden auch taktische Dosmeter bezeichnet. Sie können auch als Alarmdosimeter ausgeführt werden, um bei bestimmten voreinstellbaren Schwellwerten einen Alarmton abzugeben.
Dosimeter, die nicht gleich ablesbar sind, werden hauptsächlich zur Überwachung von Strahlenexponierten Personen verwendet, z.B. bei Radiologen oder Mitarbeitern von Kernforschungszentren. Diese Dosimeter werden monatlich ausgewertet. Es werden zwei verschiedene Typen verwendet:
- Füllhalterdosimeter: In einem schlanken zylindrischen Gehäuse (daher der Name) befindet sich ein Metalldraht, der vor Beginn der Messung elektrostatisch aufgeladen wird. Ins Dosimeter eindringende ionisierende Strahlung entlädt den Draht, der bei der Auswertung kurzgeschlossen wird und einen angehängten Quarzfaden zum Aufleuchten bringt. Je schwächer (!) der Faden leuchtet, desto mehr Dosis hat das Gerät aufgenommen.
- Filmdosimeter: Ein Film wird durch die Einstrahlung gefärbt. Bei der Entwicklung kann man man durch Farbvergleich die aufgenommene Dosis indirekt ablesen.
- Thermoluminiszenzdosimeter (TLD): Kristalle nehmen die Strahlung auf. Die Auswertung erhält man durch Erhitzen der Kristalle, die dabei die aufgenommene Strahlungsenergie in Form sichtbaren Lichts abgeben. Je höher die Dosis, desto stärker leuchten die Kristalle.
Das Fachgebiet über die Auswertung von Dosimetern bezeichnet man als Dosimetrie.






