Doppelsternsystem
Ein Doppelsternsystem oder ein Doppelstern besteht aus zwei leuchtenden Sternen, die um ihren gemeinsamen Schwerpunkt kreisen. Ein bekanntes Beispiel ist das Sirius-System im Sternbild Großer Hund, in dem Sirius-A, mit einer scheinbaren Helligkeit von -1,5 der hellste Fixstern am Nachthimmel, von seinem sehr viel kleineren Begleiter (scheinbare Helligkeit 8,5) Sirius-B umkreist wird.Nach der Methode ihres Nachweises unterscheidet man
- optisch auflösbare, direkt beobachtbare Doppelsternsysteme,
- Bedeckungsveränderliche und
- spektroskopische Doppelsterne
Wenn die Bewegungsebene des Doppelsternsystems in der Blickrichtung zur Erde liegt, tritt eine periodische Verdeckung des einen Sterns durch den anderen (und umgekeht) auf. Diese Verdeckungen bewirken systematische Veränderungen in der Helligkeit, und erlauben, Aussagen über Sterngröße und -helligkeit zu gewinnen. (Bedeckungsveränderliche Sterne sind von gewöhnlichen veränderlichen Sternen zu unterscheiden.)
Bei spektroskopischen Doppelsternen gelingt der Nachweis durch den Dopplereffekt des Sternenlichts: Bei der gegenseitigen Umkreisung der Sterne bewegt sich der ein Stern auf die Erde zu, der andere von der Erde weg. Dadurch treten entgegengesetzte Verschiebungen der Spektrallinien der Einzelsterne auf, die mit Spektroskopen nachgewiesen werden können.
Ein visueller Doppelstern besteht aus zwei Sternen, die von er Erde aus gesehen nahe beieinander stehen, aber sehr verschiedene Entfernungen von der Erde haben.
Ein Beispiel sind die beiden Sterne Alcor, das "Reiterlein", Entfernung 81 Lichtjahre, und Mizar, Entfernung 78 Lichtjahre, im Sternbild großer Wagen.
Diese beiden Sterne liegen mit etwa drei Lichtjahren fast so weit voneinander entfernt wie die Sonne und ihr nächster Nachbarstern Proxima Centauri, so dass sie kein gebundenes Doppelsternsystem bilden.Scheinbare Doppelsterne






