Dialektik
Die Dialektik ist eine Methode der Philosophie und der Rhetorik, bei der kontroverse Themen durch Aussagen und Gegenaussagen (These und Antithese) mit anschließender Synthese (Konklusion) als schlüssig dargestellt werden.
Die Widersprüche sollen aufgelöst werden und dadurch eine Erkenntnis entstehen (Synthese), wobei Fichtess Terminologie - These, Antithese und Synthese - von Hegel nicht benutzt, sondern kritisiert wird.
Es besteht also eine enge Verwandtschaft mit der Logik. Dialektik wird oft als Teil der Logik oder informale Logik bezeichnet oder gar mit Logik gleichgesetzt. Ursprünglich wurde mit Dialektik die Kunst der Gesprächsführung (Platon, Aristoteles) bezeichnet, wobei allerdings im Gegensatz zur Sophisterei der Dienst an der Sache im Mittelpunkt steht. Kant behauptete, die Dialektik sei die Beschäftigung mit Dingen außerhalb des möglichen Erfahrungsbereich ("Logik des Scheins") und führe daher unausweichlich zu unauflösbaren Widersprüchen. Das Verständnis der Dialektik wurde weiterentwickelt bei Fichte und Schelling, um schließlich seinen absoluten Höhepunkt in der Logik Hegels zu erreichen.
Karl Marx hatte den Anspruch, auf dieser hegelschen Dialektik aufzubauen, doch die meisten seiner Schüler bis heute sanken herab zu einer Art "Pidgeon-Dialektik", die die hegelsche Logik herunterbringt auf deren Karikatur in Form der berühmten drei marxistischen dialektischen Gesetze:
- Gesetz von Kampf und Einheit der Gegensätze
- Gesetz von der Negation der Negation
- Gesetz vom Umschlag der Quantität in eine höhere Qualität.






