Deutschlandfunk
Deutschlandfunk (DLF) ist die Bezeichnung für das Kölner Hörfunkprogramm des DeutschlandRadio. Es wird über UKW, Mittelwelle und Langwelle, über einen Kurzwellensender in Berlin, sowie analog und digital über das Astra-Satellitensystem ausgestrahlt.Studiostandort des Programms ist Köln, Raderberggürtel 40. Die Sendungen des DLF werden nicht durch Werbung unterbrochen.
Unter der Bezeichnung "Deutschlandfunk" gab es bereits vor Gründung des DeutschlandRadio am 1. Januar 1994 ein bundesweites Hörfunkprogramm, das von einer eigenständigen Rundfunkanstalt gleichen Namens produziert und gesendet wurde.
| Table of contents |
|
2 Geschichte 3 Weblinks |
Wochentags sendet der DLF von 5.00 Uhr bis 9.00 Uhr das Nachrichtenmagazin Informationen am Morgen mit Wortbeiträgen von ca. 5 bis 10 Minuten Länge; jeweils zur vollen und halben Stunde gibt es zu dieser Zeit Nachrichten.
Sonntags von 9.30 Uhr bis 10.00 Uhr wird die mehrteilige Reihe Kultur am Sonntagmorgen ausgestrahlt. Themen waren dort bislang unter anderem: Geistiges Eigentum - eine umstrittene Ressource (5. Januar - 16. Februar 2003), Was ist ein Bild? - Antworten der Kunst und Philosophie, der Neurophysiologie, der Medienwissenschaft und Kunstgeschichte (18. August - 15. September 2002), Islam in Deutschland (19. August - 30. September 2001) u.s.w.; ein Archiv der Sendungen gibt es unter: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kultursonntag/archiv.html
Eine ausführliche gedruckte Programmvorschau kann im Internet angefordert werden unter http://www.dradio.de/kontakt/bestellung.html
Auf der Homepage des Deutschlandfunks stehen zu vielen Sendungen z.T. ausführliche Begleitinformationen zur Verfügung. Zahlreiche Sendungen werden dort frei zugänglich archiviert, so z.B. auch die Nachrichten über die Auswahlboxen unten auf der Seite:
Anfang der 1950er Jahren gaben die Mitglieder der ARD dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) den Auftrag, auf Langwelle ein bundesweites Hörfunkprogramm zu produzieren und auszustrahlen, nachdem die DDR einen Langwellensender Deutschlandsender in Betrieb nehmen konnte. Nach langwierigen Verhandlungen konnte der NWDR 1953 erste Versuchssendungen ausstrahlen. Drei Jahre später (1956) konnte der inzwischen bestehende NDR dann den Regelbetrieb des mit "Deutscher Langwellensender" bezeichneten Programms aufnehmen. Für das Programm war somit der jeweilige Intendant des NDR verantwortlich.
Im Jahre 1960 wurde per Bundesgesetz die eigenständige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts (Rundfunkanstalt) "Deutschlandfunk" (DLF) mit Sitz in Köln gegründet. Damit erlosch der Auftrag der ARD an den NDR die "Deutsche Langwelle" zu betreiben. Die Langwelle wurde dem neuen Sender "Deutschlandfunk" übergeben, der am 1. Januar 1962 mit der Ausstrahlung eines deutschsprachigen Hörfunkprogramms startete. Später wurden auch fremdsprachige Sendungen produziert und zu unterschiedlichen Zeiten über Langwelle und Mittelwelle in weite Teile Europas ausgestrahlt. Zielgruppe der Programme waren vor allem Hörerinnen und Hörer der DDR und Osteuropas.
Nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten 1990 hatte der DLF seinen ursprünglichen Auftrag, die DDR und Osteuropa mit Informationen aus West-Deutschland zu versorgen, verloren. Dennoch wollte man auch weiterhin Hörfunkprogramme für ganz Deutschland anbieten. Daher einigten sich die 16 Bundesländer mit Wirkung vom 1. Januar 1994 die Körperschaft des öffentlichen Rechts DeutschlandRadio per Staatsvertrag unter dem gemeinsamen Dach der ARD und des ZDF zu errichten. In dieser neuen Körperschaft ging die bisherige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts "Deutschlandfunk" auf. Die fremdsprachigen Programme des DLF waren bereits zum 1. Juni 1993 der Deutschen Welle übergeben worden.
Nachdem die neue Körperschaft DeutschlandRadio aufgrund des Staatsvertrages künftig zwei Hörfunkprogramme auszustrahlen hatte, blieb der Name "Deutschlandfunk" für das aus Köln zu produzierende Programm erhalten. Einen eigenen Intendanten hat der DLF seit 1994 jedoch nicht mehr.
Programm des DLF
http://www.dradio.de/nachrichten/
Geschichte
Intendanten des DLF 1960 - 1993
Seit 1. Januar 1994 ist der DLF Bestandteil des DeutschlandRadios.Weblinks






