Deutschland
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Wahlspruch: Einigkeit und Recht und Freiheit
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| Amtssprache || Deutsch ¹
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| Hauptstadt || Berlin
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| Staatsform || Parlamentarische Demokratie
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| Bundespräsident || Johannes Rau
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| Bundeskanzler || Gerhard Schröder
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| Fläche || 357.022 km²
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| Bevölkerung || 82,44 Millionen
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| Bevölkerungsdichte || 231 Ew. pro km²
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| Gründung des Deutschen Reichs || 18. Januar 1871
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| Gründung der Bundesrepublik Deutschland|| 23. Mai 1949
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| Wiedervereinigung mit dem Territorium der DDR || 3. Oktober 1990
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| Währung || 1 Euro = 100 (Euro-)Cent
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| Zeitzone || UTC +1
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| Nationalhymne || Das Lied der Deutschen
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| Autokennzeichen || D
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| Internet-TLD || .de
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| Vorwahl || +49
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(1) Dänisch, Sorbisch, Friesisch, Romanes und (eingeschränkt) Plattdeutsch sind offiziell anerkannte Minderheitensprachen.
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|}Die Bundesrepublik Deutschland (Abkürzung BRD, Kurzform Deutschland) ist ein föderal organisierter parlamentarisch-demokratischer Staat in Europa. Deutschland liegt im Zentrum Europas. Es hat gemeinsame Grenzen mit Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden. Im Norden bilden die Nordsee und die Ostsee die natürlichen Landesgrenzen.
| Table of contents |
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2 Politik 3 Geographie und Klima 4 Bevölkerung 5 Städte 6 Verkehr 7 Kultur 8 Weblinks |
Hauptartikel: Geschichte Deutschlands
Die ältesten Nachweise von Menschen auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands sind etwa 700.000 Jahre alt. Seit rund 500.000 Jahren geht man von dauerhaften Besiedlungen aus.
Erste Erwähnung finden einige germanische Stämme bei den Griechen und Römern in der vorchristlichen Zeit. Der Rhein bildet dann 58 v. Chr die Grenze zum römischen Reich. Eine erste Geschichte Gesamtgermaniens liefert im Jahr 98 der römische Schreiber Tacitus. Zwischen dem 1 und 6. Jahrhundert verteilen sich die germanischen Stämme über Europa (siehe Völkerwanderung).
Das Frankenreich entsteht und stellt mit Karl dem Großen als erstem Kaiser nach den Römern (800) den Anspruch auf die Führungsmacht in Europa. Doch sein Reich währt nicht lange. Streitigkeiten unter seinen Nachfolgern lassen es in das Westfränkische und Ostfränkische Reich zerfallen.
Das Westfränkische Reich entwickelt sich daraufhin zu einem Nationalstaat (dem heutigen Frankreich), während sich die einzelnen Volksgruppen im ostfränkischen Reich damit schwer tun. Auch die Krönung von Otto I zum ersten römisch-deutschen Kaiser am 2. Februar 962 - traditionell der Beginn der eigentlich deutschen Geschichte - ändert daran auch nichts. Es entsteht zwar im Laufe der Zeit das heilige römische Reich deutscher Nation doch dieses besteht aus unzähligen unabhängigen Staaten und Reichsstädten.
Dieser Zustand währt bis 1806, als Franz II die Kaiserkrone ablegt (nachdem er 1804 österreichischer Kaiser wurde). Bereits unter Napoleon Bonaparte wurden die deutschen Staaten durch Zusammenlegung erheblich verringert (viele Reichsstädte, deren Zahl zur Blütezeit über 80 betrug, verloren ihre Unabhängigkeit). Dieses wird weiterbetrieben und 1815 gründen 38 deutsche Staaten auf dem Wiener Kongress einen losen deutschen Bund, unter ihnen Österreich, das die Federführung übernimmt.
Nach den Demokratiebestrebungen von 1848 tritt Preußen dem Bund bei. Schon bald kommt es zur Kollision des erstarkenden Preußens mit Österreich um die Vormachtsstellung im Bund wie in Europa, die in der Teilung, und damit Auflösung des Bundes, und dem preußisch-österreichischen Krieg von 1866 münden, den Preußen für sich entscheiden kann. Das Ergebnis ist eine weitere Schrumpfung deutscher Staaten.
Die anschließende Gründung des norddeutschen Bundes unter preußischer Führung geht fast nahtlos über in das deutsche Reich, das nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 und der Krönung des preußischen Königs Wilhelms I zum Kaiser seinen Anfang nimmt.
Die Niederlage nach dem ersten Weltkrieg 1918 beendet die Monarchie in Deutschland. Alle adeligen Herrscher müssen abdanken und Deutschland wird zu einer parlamentarisch-demokratischen Republik. Doch schon 14 Jahre später etabliert Adolf Hitler mit entscheidender finanzieller Hilfe der deutschen Großindustrie und Teilen des Adels mit seiner Partei Nationalsozialisten ab 1933 eine Diktatur, die mit ihrer militärischen Niederlage im zweiten Weltkrieg endet.
Zwischen 1945 und 1949 ist das Land in vier Besatzungszonen aufgeteilt, in denen sich, bis auf die sowjetische Zone, wieder Länder bilden. Am 23. Mai wird die Bundesrepublik Deutschland gegründet, bestehend aus den drei Westzonen.
Die sowjetische Antwort ist die Etablierung der DDR am 7. Oktober.
Die Teilung Deutschlands aufgrund des kalten Krieges zwischen West und Ost ist damit vollzogen.
Erst am 3. Oktober 1990 erfolgt die Wiedervereinigung, mit der Deutschland seine volle Souveränität zurück erhält.
Siehe auch: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Geschichte der DDR
Die Bundeshauptstadt ist Berlin, wo die Bundesregierung auch ihren Sitz hat. Das politische System der Bundesrepublik Deutschland ist, auf der Grundlage ihrer Verfassung (dem Grundgesetz), nach den Prinzipien der Gewaltenteilung organisiert. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident, der vor allem repräsentative Aufgaben innehat.
Gesetzgebende Gewalt, die Legislative, ist der Bundestag zusammen mit dem Bundesrat. Vollziehende Gewalt, die Exekutive, ist die Bundesregierung mit dem Bundeskanzler an der Spitze. Rechtsprechende Gewalt, die Judikative oder Justiz, sind die Gerichte.
Oberste Gerichte sind das Bundesverfassungsgericht, das zugleich zu den obersten Verfassungsorganen zählt, sowie als oberste Gerichtshöfe des Bundes der Bundesgerichtshof, das Bundesverwaltungsgericht, das Bundesarbeitsgericht, das Bundessozialgericht und der Bundesfinanzhof.
Den Parteien werden von der Verfassung große Privilegien eingeräumt.
Die deutsche Regierung und große Teile der Medien sehen Deutschland als einen der Motoren der europäischen Einigung. Deutschland wird häufig zusammen mit Frankreich als Hauptinitiator eines "Kerneuropas" gesehen. Militärisch ist Deutschland in der NATO aktiv, gehört aber auch zu den Befürwortern einer militärischen Komponente der EU. Deutsche Soldaten sind in einer Reihe von Ländern stationiert. Deutschland nahm 1999 am Kosovokrieg gegen Jugoslawien teil.
An der Zulässigkeit des Kosovokriegs wurden aus verfassungsrechtlicher wie völkerrechtlicher Perspektive Zweifel geäußert.
Deutschland ist eine föderal organisierte Republik und besteht aus den folgenden 16 Bundesländern:
Die Bundeswehr sind die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr hat an verschiedenen militärischen Einsätzen sowie den folgenden bewaffneten Konflikten teilgenommen:
In Deutschland gelten die folgenden bundeseinheitlichen Feiertage:
Klima bitte ausführen.
Die Bundesrepublik Deutschland hat rund 83 Millionen Einwohner, davon rund 75 Millionen Personen mit bundesdeutscher Staatsangehörigkeit und rund 8 Millionen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Die Steigerung der Bevölkerungszahl ist vor allem auf die große Zuwanderung zurückzuführen.
Ethnisch gesehen leben knapp 70 Millionen Deutsche und knapp 13 Millionen Nicht-Deutsche in der Bundesrepublik Deutschland (16 %). Türken und Kurden (3,5 Mio), Polen (3,0 Mio), Russen (4,0 Mio), Italiener, Ex-Jugoslawen und Griechen bilden die größten Gruppen.
Die Veränderung der Einwohnerzahl setzt sich aus mehreren teils gegenläufigen Summanden zusammen.
Einerseits gibt es einen steigenden Sterbeüberschuss von 122.000 Personen und andererseits einen seit 1998 ebenfalls steigenden Zuwanderungsüberschuss von 219.000 Personen. Dieser setzt sich aus 656.000 zugewanderten Ausländern (darunter 71.000 Asylsuchende) gegenüber 504.000 abgewanderten Ausländern sowie aus 187.000 zugezogenen Auslands-Deutschen (darunter 79.000 sog. Spätaussiedler) gegenüber 119.000 ausgewanderten Deutschen zusammen.
2002 wurden 154.547 in der Bundesrepublik Deutschland lebende Ausländer eingebürgert, wobei viele von ihnen ihre Herkunftsstaatsbürgerschaft beibehalten haben (Doppelstaatsbürgerschaft).
Die meisten von ihnen (66.631 = 41,8 %) sind Türken und Kurden.
Auf den nächsten Rängen folgen die Staatsbürger (Kurden, Araber, Iraner) der Islamischen Republik Iran (13.026) sowie von Serbien/Montenegro (8.375, Serben und Albaner). Alle anderen haben einen Anteil von jeweils unter 5 % der Einbürgerungen.
Zur Zeit geht die Zahl der Einbürgerungen wieder zurück, nachdem sie im Jahr 2000 ihren bisherigen historischen Höchststand erreicht hatte.
Siehe auch: Liste von anerkannten Minderheiten in Deutschland
Die offizielle Amtssprache ist Deutsch, als Minderheitensprachen anerkannt sind Dänisch, Friesisch und Sorbisch. Anerkannt ist seit 1994 durch die EU auch in eingeschränkter Weise Niedersächsisch (Plattdeutsch).
Als Fremdsprachen werden unter anderem Englisch und Französisch neben Latein, Spanisch, Italienisch und Russisch offiziell an deutschen Schulen zwischen der 5. und 13. Klasse unterrichtet. Russisch (mit 5 Mio. Sprechern in Deutschland), Türkisch (2 Mio.), Polnisch (2 Mio.) und Spanisch werden hauptsächlich von in Deutschland lebenden Ausländern, mit zum Teil deutscher Abstammung sowie deren Familienangehörigen gesprochen, werden jedoch auch außerhalb der Pflichtschulzeit an Schulen unterrichtet. (Die Zahlen in Klammern sind Schätzungen, da hierzu keine genauen Zahlen existieren – u. a. auf Grund der Heterogenität der betreffenden Bevölkerungsgruppen.)
Siehe auch: Polnischsprachige Kultur in Deutschland, Russischsprachige Kultur in Deutschland, Türkischsprachige Kultur in Deutschland
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert die Glaubens- und Religionsfreiheit. Es besteht keine rechtliche Diskriminierung religiöser Bekenntnisse, aber auch keine strikte Trennung von Staat und Kirche wie etwa in Frankreich oder den USA.
Deutschland, seit fränkischer Zeit christianisiert, ist das Mutterland der Reformation. Vor dem 2. Weltkrieg waren über 2/3 der Deutschen protestantisch und 1/3 römisch-katholisch.
Vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands überwog die Zahl der Protestanten.
Gegenwärtig gehören 66,8 % der Deutschen, über 55 Millionen, einer christlichen Kirche an.
33,4% der Bevölkerung sind Protestanten, ebenfalls 33,4% Katholiken. Die meisten deutschen Protestanten sind Mitglieder von Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Katholiken gehören zu 27 Erzbistümern und Bistümern. Annähernd 3 Million Muslime (Türken, Kurden, Araber, Albaner, Bosnier, Iraner,..) der verschiedensten islamischen Richtungen, mehrere 100.000 Orthodoxe Christen (v.a. Serben, Griechen und Russen), gut 380.000 Neuapostoliker und etwa 100.000 Juden, die einer Synagoge angeschlossen sind (darunter neben alteingesessenen Überlebenden der Nazizeit zunehmend Einwanderer aus den GUS-Staaten) leben in Deutschland. Draüber hinaus gibt es mehrere zehntausend nicht einer Synagoge angeschlossene Menschen mit jüdischer Identität. Daneben gibt es kleinere bis kleinste Gemeinden praktisch aller Weltreligionen und ihrer Untergruppen. Etwa 25% der deutschen Bevölkerung gehören keiner Religionsgemeinschaft an.
Siehe auch: Konfessionen in Deutschland
Siehe auch: Liste der Städte in Deutschland
Siehe auch: Liste deutscher Eisenbahngesellschaften, Liste der Autobahnen in Deutschland
Auf Grund der föderativen, also dezentralen Struktur Deutschlands gibt es eine Vielzahl von kulturellen Institutionen und Ereignissen vor allem in den großen Städten des Landes.
Beispiele:
Bayreuther Festspiele,
Berliner Festwochen,
Berliner Philharmoniker,
Internationale Filmfestspiele Berlin (Berlinale),
Lange Nacht der Museen in Berlin,
Frankfurter Buchmesse,
Leipziger Büchermesse,
Kurzfilmtage in Oberhausen
Die Deutschen nennen sich im Hinblick auf ihre klassische Literatur (Goethe, Schiller etc.) und Philosophie (Kant, Hegel etc.) das "Volk der Dichter und Denker".
Geschichte
Politik
Außenpolitik
Administrative Gliederung
Militär
Siehe auch: Deutschland (Begriffsklärung), Deutschland-Statistik (1925)Feiertage
In den Bundesländern gelten unterschiedliche Regelungen für weitere Feiertage, siehe dort.Geographie und Klima
Siehe auch: Deutsche InselnBevölkerung
Sprache
Religion
Städte
Verkehr
Kultur
Sport
Weblinks
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