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David Lynch

David Lynch (* 20. Januar 1946 in Missoula, Montana, USA) ist ein US-amerikanischer Regisseur und Professor an der European Graduate School in Saas-Fee.

Sein Vater war Agrarwissenschaftler im Landwirtschaftsministerium. Weil er häufig versetzt wurde, war die Familie zu einem Wanderleben gezwungen.

1965 besuchte Lynch die Pennsylvania Academy of Fine Arts in Philadelphia. Lynch ist ein sehr kunstinteressierter Mensch, seine Werke umfassten damals vor allem den Bereich der Malerei, Skulpturen und Fotografien.

2 Jahre später erschienen dann seine ersten Kurzfilme Six Men Getting Sick und The Alphabet, worauf er ein Stipedium vom American Film Institute erhielt.

Nach einem weiteren Kurzfilm (The Grandmother), begann Lynch mit der Arbeit an seinem ersten Spielfilm Eraserhead. Das Werk wurde erst nach 5 Jahren (1976) vollendet, und zeigte bereits Lynchs Können für kryptische, surrealistische und düster-verstörende Traumbilder. Obwohl Eraserhead aufgrund seiner schwierigen Thematik bei den Studios auf wenig Gegenliebe stieß, avancierte der Streifen kurze Zeit später zum Kultfilm.

1980 drehte Lynch im Auftrag von Mel Brooks den 8-fach oskarnominierten Film Der Elefantenmensch, ein zutiest menschliches Meisterwerk, welches das Grauen eher hintergründig gestalltet. Kurz darauf bekamm Lynch etliche Angebote, u.a. auch für den dritten Teil der Star Wars-Trilogy. Er entschied sich jedoch für die opulente Verfilmung des Romans Der Wüstenplanet, welche ihm von Dino de Laurentiis angeboten wurde. Doch trotz des damals immensen Aufwands, war das Science-Fiction-Epos ein Flop. Trotzdem arbeitete Lynch mit de Laurentiis weiter, worauf 1986 der Thriller Blue Velvet entstand, welcher sogar ein Oskarnominierung erhielt. 1990 drehte er das mit der goldenen Palme ausgezeichnete und äußerst gewalttätige Road-Movie Wild at Heart, worauf man ihm jedoch eine Zuwendung zum Kommerzialismus vorwarf. 1990 kam Lynchs erste Serie Twin Peaks in das amerikanische Fernsehen, die zumindest am Anfang ein großer Erfolg war. Der 1993 nachgeschobende Kinofilm Twin Peaks - Fire Walk With Me war dagegen weniger erfolgreich.

1997 kehrte Lynch mit Lost Highway zu seinen Wurzeln zurück, indem er durch düster-verstörende Bilder die Geschichte eines "akut schizophrenen Killers" darstellt.

Nach dem eher linearen The Straight Story, wollte er 1999 die Arbeit an einer neuen Serie Mulholland Drive beginnen, die aber bei den Hollywood-Studios keinen Zuspruch fand. Also ging Lynch mit dem Projekt nach Frankreich, wo er aus der Serie einen Spielfilm machte, der wiederum in Cannes die goldene Palme gewann.


Table of contents
1 Filmografie:
2 Fernsehfilme:
3 Werbespots:
4 Musikclips:
5 Quellen
6 Weblinks

Filmografie:

1967 Six Men Getting Sick (auch: Six Figures), einminütige Endlosschleife
1968 The Alphabet, 4 Min.
1970 The Grandmother, 34 Min.
1974 The Amputee, 5 Min.
1976 Eraserhead, 89 Min.
1980 The Elephant Man/Der Elefantenmensch, 124 Min.
1984 Dune/Der Wüstenplanet, 137 Min.
1986 Blue Velvet, 112 Min.
1989 The Cowboy and the Frenchman, 23 Min., Episode aus: Les Français vus par…
1990 Wild At Heart, 124 Min.
1990 Industrial Symphony No. 1 - The Dream of the Brokenhearted, 50 Min.
1992 Twin Peaks: Fire Walk With Me, 134 Min.
1995 Lumière et Compagnie, 52 Sec.
1996 Lost Highway, 135 Min.
1999 The Straight Story, 111 Min.
2001 Mulholland Drive/Mulholland Drive - Straße der Finsternis, 152 Min.

Fernsehfilme:

1989
Twin Peaks, Pilotfilm und 29 Serienfolgen, Regie beim Pilotfilm und den Folgen 3, 9, 10, 15, 30
1990/91
American Chronicles, Dokumentarfilmreihe, produziert von Lynch,
Regie der Folge 'Champions' Lynch/Frost
1991/92
On The Air, 7 Folgen, Regie bei Folge 1
1992
Hotel Room, Kurzgeschichten Trilogie

Werbespots:

1988
Obsession. 4 Spots für Calvin Klein.
Georgia Coffee. 4 Spots für Coca Cola Japan.
We Care about New York, Informationsfilm für die Stadt New York zum Rattenproblem.
1992
Wer ist Giò. 60-Sekunden-Spot für Giorgio Armani.
Opium, für Ives Saint Laurent.
1993
2 Spots für Alka-Seltzer Plus.
Revealed. Informationsfilm über Brustkrebs im Auftrag der American Cancer Society.
Barilla, 1 Spot für den Nudelhersteller.
The Wall, für Adidas.
The Instinct Of Life, für Jil Sander.
1994
Sun Moon Stars, mit Daryl Hannah für Karl Lagerfeld.
1997
4 Spots für den SciFi-Sender.
Clear Blue Easy (Schwangerschaftstest) mit Marisa Parker.
1998
1 Spot für Parisienne.

Musikclips:

1991
Dangerous. Trailer für die gleichnamige Tour von Michael Jackson.
Wicked Game. Musikvideo zu Chris Isaaks Song aus Wild At Heart.
1995
Longing. Musikvideo für den Japanischen Sänger Yoshiki.

Quellen

Verlag der Autoren Frankfurt 1998
Filmbibliothek Hrg. Chris Rodly übersetzt von Marion Kagerer
ISBN 3-88661-200-7, EUR 21,00

Schüren Verlag Marburg, 4. Auflage 2000
arte EDITION
ISBN 3-89472-316-5, EUR 19,80

Weblinks

(Angaben ab 1996 vermutlich unvollständig!)




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