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Daten zu Fürth

In diesem Artikel Daten zu Fürth werden Ereignisse chronikal aufgelistet.

Table of contents
1 Vor 1600
2 1600 bis 1792
3 1792 bis heute

Vor 1600

793: Der Sage nach gründet Karl der Große in diesem Jahr Fürth (die Entstehung des Königshofs wird in fränkischer Zeit im 8. oder auch bereits im 7. Jahrhundert vermutet).

1007: Erste gesicherte Erwähnung Fürths in einer Urkunde König Heinrichs II., durch die er sein Eigentum "locum Furti dictum" im Nordgau dem Domkapitel Bamberg schenkt. Dabei wird ein Gemeinwesen beschrieben, das schon etabliert ist. Kirchen, Mühlen, Brücken, zugehörige Dörfer und Weiler sind bereits vorhanden. Viele Indizien - zum Beispiel die Widmung der ersten Kirche, der Kapelle im Wiesengrund der Rednitz - deuten darauf hin, dass Fürth etwa Mitte des 8. Jahrhunderts entstanden ist. Insofern ist es historisch legitim, Fürth im Jahr 2000 als einen 1250 Jahre alten Ort zu bezeichnen.

1062: König Heinrich IV. verleiht Fürth erneut das Marktrecht, das sein Vater (König Heinrich III.) zwischen 1039 und 1056 in das um diese Zeit entstandene Nürnberg verlegt hatte.

1314: Burggraf Konrad II. (der Fromme) von Nürnberg gibt unter Erneuerung der Stiftungsbriefe von 1303 und 1307 die Vogtei über Fürth an das Bistum Bamberg zurück. Da die Burggrafen von Nürnberg ihre landeshoheitlichen Ansprüche auf Fürth aufrechterhielten, standen sich als Rivalen somit zunächst der Bischof von Bamberg und die Burggrafen von Nürnberg (ab 1415 Markgrafen von Brandenburg-Ansbach) gegenüber. Hinzu kam dann aber auch noch die freie Reichsstadt Nürnberg. Diese so genannte "Dreiherrschaft" führte vom 15. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu Streitigkeiten um die territorialen Rechtsgrundlagen, insbesondere natürlich um die hohe Gerichtsbarkeit und die Landeshoheit.

Ab 1440: Juden siedeln sich in Fürth an, errichten um 1607 einen eigenen Friedhof und 1617/18 eine Synagoge (auch eine Talmudschule bestand hier vom Ende des 17. Jahrhundert bis 1824).

1600 bis 1792

1632-1634: Im 30-jährigen Krieg war Fürth Schauplatz der Schlacht zwischen dem schwedischen König Gustav Adolph II. und dem Kaiserlichen Feldherrn Wallenstein an der "Alten Veste". 1634: fast vollständige Zerstörung Fürths.

um 1685: Einwanderung vieler Emigranten aus Frankreich und den Niederlanden. Dadurch neue Gewerbezweige wie Tabakfabrikation, Strumpfwirkerei, Seiden- und Bortenweberei, Seidenfärberei und Kleinuhrmacherei.

Nach 1700: Die ersten bambergischen und ansbachischen Handwerksordnungen werden erlassen. Trotzdem besteht noch eine gewisse "Gewerbefreiheit". Als vorherrschend bilden sich heraus: das Gold-/ Metallschläger-, Spiegelmacher-, Glas-, Brillenmacher- sowie das Schreiner- und Drechslerhandwerk.

1792 bis heute

1792: Durch die Abdankung des letzten Markgrafen von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth, Christian Friedrich Carl Alexander, wird Fürth preußisch. Damit endet auch die bisherige "Dreiherrschaft".

1806: Fürth geht an Bayern über.

1808: Fürth wird Stadt II. Klasse und von Staatsbeamten verwaltet.

1818: Fürth wird Stadt I. Klasse mit eigener Verwaltung und Polizeigewalt.

1835: Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth, Beginn der Industrialisierung.

1843: Inbetriebnahme des Ludwig-Donau-Main-Kanals zwischen Bamberg und Nürnberg (Kanalhafen bei Poppenreuth).

1922: Die Idee eines Zusammenschlusses mit Nürnberg wird in einer Volksabstimmung von den Fürther Bürgern mit großer Mehrheit abgelehnt.

1945: Etwa elf Prozent der Bausubstanz wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Nach Kriegsende wurden 15.000 Heimatvertriebene in Fürth aufgenommen.

1950: Fürth ist mit über 100.000 Einwohnern erstmals Großstadt.

1969: Städtepartnerschaftsvertrag mit Paisley (heute: Renfrew District) in Schottland.

1972: Weitere Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform: Bislohe, Braunsbach, Flexdorf, Herboldshof, Mannhof, Ritzmannshof, Sack, Stadeln, Steinach, Vach. Außerdem: Eröffnung des Hafens Fürth am neuen Rhein-Main-Donau-Kanal.

1982: U-Bahn-Anschluss.

1984: Abschluss der Altstadtsanierung am "Gänsberg".

1992: Städtepartnerschaftsvertrag mit der Stadt Limoges in Frankreich.

1995: Städtepartnerschaftsvertrag mit der Stadt Marmaris in der Türkei.

Siehe auch: Geschichte der Stadt Fürth




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