CRP
Das
CRP oder
C-reaktive Protein ist ein
kohlehydratfreies Eiweißstoff, das in der Leber gebildet wird als als Entzündungsparameter u. A. zur Beurteilung
entzündlicher Erkrankungen herangezogen wird. Auch ohne klinische Symptomatik müssen erhöhte CRP-Konzentrationen immer abgeklärt werden.
Gemeinsam mit Coeruloplasmin, Fibrinogen, Haptoglobin, Ferritin und Präalbumin u.a. gehört das CRP zu den Akute-Phase-Proteinen, Blutbestandteile, die im Rahmen entzündlicher (infektiöser und nichtinfektiöser) Erkrankungen ansteigen. Den stärksten Stimulus der Akute-Phase-Reaktion bilden dabei bakterielle Infektionen.
Indikation für die Bestimmung
- Als Parameter für die Akuität einer Erkrankung dient es dabei u. A. der Unterscheidung zwischen akuten oder chronischen Geschehen: Akute Geschehen bedingen im Gegensatz zu chronischen Erkrankungen einen Anstieg des CRPs, der in der Regel dem Ausmaß der Entzündung entspricht.
- Zur Suche nach entzündlichen Erkrankungen
- Zur Erfassung komplizierender Infektionen, sei es postoperativ, bei Exacerbationen im Rahmen chronischer Erkrankungen oder einer Fruchtwasserinfektion bei vorzeitigem Blasensprung
- zur Unterscheidung von viralen und bakteriellen Infektionen - sofern letztere nicht allzu lokalisiert auftreten.
- zur frühzeitigen Bestätigung einer erfolgreichen antibakteriellen oder entzündunghemmenden Therapie, da die Veränderungen der CRP-Konzentration den klinischen Symptomen oft vorangehen. Dabei wird die Zu- oder Abnahme der Entzündungsreaktion durch das Ansteigen oder Absinken des CRP mit einer Verzögerung von 24 Stunden angezeigt.
Siehe auch: Anti-Akute-Phase-Protein