Cembalo
Das Cembalo (eigtl. Clavicembalo aus lat.: clavis Schlüssel; cymbel Zimbel) ist ein historisches Tasteninstrument, dessen Tonerzeugung darauf beruht, dass die Saiten durch Kiele angerissen werden – ein Prinzip, das es mit Spinett und Virginal gemeinsam hat. Bei Cembali sind die Saiten längs zur Tastatur angeordnet, während sie bei Spinetten und Virginalen schräg oder parallel zur Tastatur verlaufen.
Da man den erzeugten Ton aufgrund des Anreißens der Saite nicht beeinflussen kann, werden zwecks Variation des Klanges mehrere Saitenbezüge (Register) eingebaut, die man durch Hand-, Knie- oder Pedalzüge einzeln schalten und kombinieren kann. Des öfteren sind daher auch Cembali mit zwei bis vier Manualen (übereinanderliegende Tastaturen) zu finden. Eine andere Möglichkeit der Klangbeeinflussung ist die zuschaltbare Dämpfung mittels einer Filzlage, der so genannte Lautenzug.
Das Cembalo etablierte sich in der Renaissance und erlebte seine Blütezeit durch das gesamte Barock hindurch, bis es nach und nach durch die ersten Formen des heutigen Klaviers verdrängt wurde – noch Beethoven sieht in einigen seiner frühen Werke das Cembalo als mögliche Besetzung vor.
Siehe auch: Klavier, Clavichord






