Carl Zeiss

Carl Zeiss in seinem 47.Lebensjahr
Carl Zeiss (* 11. September 1816 in Weimar, † 3. Dezember 1888 in Jena) war Mechaniker und Unternehmer.
Carl hat schon während seiner Gymnasialzeit Lektionen an der "Großherzhoglichen Gewerkschule" besucht.
Von 1834 bis 1838 geht Carl Zeiss als Mechanikerlehrling in die Lehre beim Universitätsmechaniker Dr. Friedrich Körner.
Nachdem er seine 4-jährige Lehre beendet und er sein Abgangszeugnis der Universität erhalten hatte, ging er, wie damals üblich, auf Wanderschaft:
Von 1838-1845 war er in Stuttgart, Wien, Berlin und Darmstadt.
1845 absolviert Carl Zeiss dann ein Studium in Chemie und Mathematik in Jena.
Danach gründete er 1846 eine feinmechanisch-optische Werkstatt in der Neugasse 7 und erhält die "Großherzogliche Konzession zur Fertigung und zum Verkauf mechanischer und optischer Instrumente". 1847 stellte er seinen ersten Lehrling - August Löber - ein, der später Werksmeister bei Zeiss wird. Ende 1847 wurden die ersten einfachen Mikroskope in der Werkstatt gefertigt.
1848 heiratete Carl Zeiss die Pfarrerstochter Bertha Schatter, die 1850 den Sohn Roderich Zeiss gebar und dabei starb.
1852 beschäftigte Zeiss in der Werkstatt 10 Mitarbeiter, die hauptsächlich Mikroskope fertigten.
Zwischen 1850 und 1854 versuchte der Mathematiker Friedrich Wilhelm Barfuß Mikroskope zu berechnen um so die Grundlagen für einen wissenschaftlichen Mikroskopbau zu schaffen - leider erfolglos.
1853 heiratete er ein zweites Mal, wieder eine Pfarrerstochter. Mit Ottilie Trinkler hatte er noch einen Sohn (Karl Otto) und zwei Töchter (Hedwig und Sidonie) in der 35jährigen Ehe.
1857 wurden die ersten zusammengesetzten Mikroskope gefertigt. Am 27.Oktober
1860 wurde Carl Zeiss zum "Universitätsmechanikus" ernannt.
1866 wurde das 1000. Mikroskop gefertigt und Carl Zeiss arbeitet ab jetzt mit Ernst Abbe zusammen, dem die wissenschaftliche Berechnung von Mikroskopen gelingt. Ein wichtiges Problem, die gleichbleibende Qualität des Glases konnte aber von Zeiss und Abbe nicht gelöst werden. Der Chemiker Otto Schott machte später erfolgreiche Glasschmelzversuche für die Firma Zeiss.
Bis 1875 ist die Anzahl der Beschäftigten auf ca. 60 Mitarbeiter gestiegen und Dr. Abbe tritt als Commanditist in die Firma ein. Der Sohn Roderich tritt ein Jahr später ebenfalls ins Geschäft ein und entlastet seinen Vater damit merklich.
1880 bekommt Carl Zeiss die Ehrendoktorwürde der Universität Jena. Er hatte durch die hohe Qualität der Mikroskope einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Die Fertigung des 10.000 Mikroskops 1886 wurde kurz nach seinem 70. Geburtstag mit einem Fest gefeiert.
Ab März 1888 werden auch photografische Linsen bei Zeiss gefertigt. Im September 1888 beträgt die Belegschaft 327 Mitarbeiter.
Nach mehreren Kuraufenthalten und qualvollen Wochen starb Carl Zeiss am 3.Dezember 1888. Er wurde auf dem "Alten Friedhof" am Philosophenweg beigesetzt.






