Campeche
Campeche Ist eine Stadt in Mexiko, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und liegt am Golf von Mexiko auf der Halbinsel Yucatán. Sie hat ca. 230.000 Einwohner. Gegründet 1531 an der Stelle einer Mayasiedlung namens Ah-Kim-Pech ("Sonnengott-Schafzeck"), wurde sie bald zum wichtigsten Hafen Yucatáns. Diese Position brachte nicht nur Wohlstand mit sich, sondern auch ständige Piratenüberfälle. Nach einem besonders schlimmen Überfall im Jahr 1663, bei dem die Stadt praktisch dem Erdboden gleich gemacht wurde, begann der Bau ihrer Befestigungsanlagen, die heute noch ihre größte Sehenswürdigkeit sind. Dank ihrer war sie auch die einzige Stadt, die im Krieg der Kasten nicht von den Maya-Rebellen eingenommen wurde.
Der gleichnamige Bundesstaat nimmt das westliche Drittel der Halbinsel Yucatán ein und wurde 1857 als selbständige Einheit organisiert. Er grenzt im Westen an Tabasco, im Süden an Guatemala, im Osten an Quintana Roo und im Nordosten an den Bundesstaat Yucatán. Er hat eine Fläche von 50.952 km² mit ca. 708.000 Einwohnern. Er besteht zu einem großen Teil aus unzugänglichen Regenwäldern, hat aber im äußersten Westen Anteil an den Erdölfeldern am Golf von Mexiko.
Der Staat wurde in präkolumbianischer Zeit von den Mayas geprägt, deren bedeutendste Ruinenstätte in diesem Staat Edzná ist. Im Südosten, an der Grenze zu Quintana Roo liegen die Ruinen der Rio Bec-Gruppe (die größte davon Xpujil), deren hervorstechendstes Merkmal sog. Scheinpyramiden sind.






