Bundesgendarmerie in Österreich
Die Gendarmerie ist neben der Polizei ein Sicherheitsorgan in Österreich. Da sie hauptsächlich auf dem Land eingesetzt wird, sorgt sie für die Sicherheit von nur 2 % der Bevölkerung, aber für 98 % des Staatsgebietes. Sie ist zwar militärisch organisiert aber ein ziviler Wachkörper.Es gibt neben den einzelnen Posten in den Gemeinden, die in letzter Zeit vermehrt zusammen gelegt wurden eine Verkehrsabteilung, eine Kriminalabteilung und eine Grenzgendarmerie.
Für spezielle Einsätze gibt es Sondereinheiten, wie Hundeführer, Alpingendarmen oder Flugretter oder Strahlenspürer.
Seit den 1980er Jahren gibt es auch den sog. Air-Marshall, der als ziviler Begleiter bei gefährdeten Flügen österreichischer Fluggesellschaften mitfliegt. Dieses System wurde auch von den USA nach den Ereignissen vom 11. September 2001 übernommen.
Seit den 1980er Jahren gibt es auch das Sonderkommando, das unter dem Namen Cobra bekannt ist. Diese Sondereinheit trainiert in der Nähe von Wiener Neustadt und wird vor allem gegen Terror, Kidnapping oder bei anderen gefählichen Einätzen alarmiert.
Auch im Zuge der UNO sind Gendarmen immer wieder in Einsatz.
Im Zuge der Reorganisation seit 2002 soll die Polizei und die Gendarmerie zusammengelegt werden.
Historisches
Die Idee zur Gründung stammt Zeit der Revolution von 1848 als Sicherheitstruppe für die ganze Habsburgermonarchie. Gegründet wurde sie am 8. Juni 1849 von Kaiser Franz Josef. Sie war damals Bestandteil des k.k. Heeres. Ihre Aufgabe war die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Zuerst nahm sie ihre Aufgabe zur Verbrechensbekämpfung auch war, wurde aber später in der Zeit des Neoliberalismus bis 1869 politisch missbraucht, was ihr den Hass des Bürgertums einbrachte.
1876 wurde sie aus dem Heer ausgegliedert. Das Personal rekrutierte sich ebenfalls aus dem Heer. Sie führte bereits vor dem ersten Weltkrieg die Daktyloskopie und Polizeihunde ein.
Am Anfang des ersten Weltkriegs wurden nur Gendarmen den Angreifern entgegengestellt. Während des Kriegs war sie sowohl im Hinterland als auch als Feldgendarmerie eingesetzt. Nach dem Krieg wurden sie wie das Militär organisiert, aber für die Zivilaufgaben eingeteilt.
Aufgrund des verlorenen Weltkrieges wurde die Stärke stark reduziert. 1934 wurde sie wieder in die politischen Wirrnisse verstrickt. Einerseits wurden auch viele Nazi infiltriert, andererseits wurden hohe Offiziere sofort nach dem Einmarsch 1938 in KZ gebracht. Der Rest wurde in die deutsche Ordnungspolizei eingegliedert.
1945 wurde aber sofort ein Genarmeriekommando eingerichtet, dass zwar nach dem Krieg mit sehr wenigen Beamten auskommen musste, sich aber doch bald erholte. Auch im Zuge des Oktoberaufstand 1950 verhielt sie sich loyal zu Österreich und trotzte den Kommunisten.
Seit dem Staatsvertrag entwickelte sie sich konstant weiter. Im Jahr 2002 waren ungefähr 15.000 Beamte bei der Gendamerie.






