Bukowina
Die Bukowina (zu deutsch etwa Buchenland) ist eine historische Landschaft in Südosteuropa. Die nördliche Hälfte gehört zur Ukraine und ist Teil des Tscherniwizka Oblast. Die südliche Hälfte um die Stadt Suceava gehört zu Rumänien. Östlich der Bukowina liegt die historische Landschaft Bessarabien, deren Hauptteil die Republik Moldawien bildet, nordwestlich davon Galizien.Die Landschaft grenzt im Süden an die Karpaten, den Übergang nach Siebenbürgen bildet der aus dem Dracula-Roman bekannte Borgo-Pass. In den Karpaten entspringen die Flüsse Siret und Moldova, nach letzterem sind Landschaft und Fürstentum Moldau benannt. Im Norden geht das Land in die Ebene über und reicht bis an den Dnjestr. Auch der Prut, der östliche Grenzfluss Rumäniens, fließt durch die Bukowina.
Historische Hauptstadt ist Czernowitz. Das Herzogtum Bukowina hatte im Jahr 1900 10.041 km² mit 730.000 Einwohner. Die Bevölkerung war sehr stark gemischt, wobei neben Ukrainern und Rumänen der Anteil der Juden vor allem im Gebiet um Czernowitz sehr bedeutend war. Sie waren auch die Träger deutscher Kulturüberlieferungen in diesem Landstrich.
Im Mittelalter Teil des Fürstentums Moldau kam es mit diesem 1514 unter osmanische Herrschaft. 1776 wurde es von Österreich als Teil Galiziens verwaltet, ab 1849 war es ein selbständiges Kronland. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zur Gänze an Rumänien, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zwischen Rumänien und der Sowjetunion aufgeteilt. Die Juden wurden in den 40er Jahren größtenteils ermordet (siehe Transnistria).






