Brigantine
Die Brigantine ist ein kleineres, schnelles Segelschiff.
Ursprünglich wurde unter einer Brigantine ein kleineres Segelkriegsschiff bezeichnet, das mit Riemen auch durch Rudern fortbewegt werden konnte. Die Beseglung bestand aus einem Lateinersegel. Bug und Heck waren gegenüber den Galeeren erhöht, so dass dieser Schiffstyp einen Vorteil bei der Verteidigung hatte und zugleich seetüchtiger war. Dieser Typ war ab dem 10. Jahrhundert insbesondere im Mittelmeerraum verbreitet. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und Wendigkeit war er besonders bei Piraten, die auch Briganten (Name!) genannt wurden, beliebt.
Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Bezeichnung auf zweimastige Segelschiffe mit Fockmast und Großmast übertragen (Brigg). Eine der berühmtesten Brigantinen war die H.M.S. Beagle, auf der Charles Darwin seine Forschungsreisen unternahm. Sie war als Brigantine gebaut worden, erhielt aber später einen Besanmast. Seit dem 19. Jahrhundert werden insbesondere solche Zweimaster als Brigantine bezeichnet, die am Großmast ganz oder teilweise Gaffelsegel führen. Ist der Großmast teilweise rahbesegelt und führt er nur das Großsegel als Gaffelsegel, so spricht man auch von einer Dreiviertelbrigg. Führt der Großmast nur Gaffelsegel, dann wird die Brigantine auch Schonerbrigg genannt.
Siehe auch: Schoner
Unter einer Brigantine verstand man bei den Landsknechten ein kurzes Warms aus dickem Stoff, der mit Metallplättchen unterlegt war.






