Brennerpass
Der Brenner ist ein Grenzpass in den Alpen zwischen Österreich und Italien und eine der wichtigsten Verbindungen zwischen den beiden Ländern und Nord- und Südeuropa. Außerdem ist er mit 1.372 m über dem Meeresspiegel einer der niedrigsten Alpenübergänge. Die Verkehrsverbindung umfasst eine 4 (+2) spurige Autobahn die großteils auf Brücken basiert, eine Eisenbahnstrecke und eine Bundesstraße. Sie führen von Innsbruck (A13, 575m) über Bozen (262m, Südtirol) zur Poebene nach Modena (A22, 35m); die Autobahn ist mautpflichtig.
Die Brücken der A13 von Norden nach Süden (auf österreichischer Seite):
- Europabrücke (783 m lang): war mit 190 m Höhe lange Zeit die höchste Brücke Europas
- Gschnitztalbrücke (674 m)
- Erste Nößlachbrücke (340 m)
- Zweite Nößlachbrücke (202 m)
- Obernberg (458 m)
- Luegbrücke (1.804 m): eine komplizierte Hangbrücke über einem Rutschhang, der 30-50° steil ist und auch Wildbachverbauungen aufweist. Die Spannbeton- und Stahltragwerke der Brücke (36-72m lang) sind gelenkig verbunden und wurden 2002 generalsaniert.
- Siehe auch http://www.asg.co.at/brenner_autobahn.htm
Schon in der Steinzeit gab es Wege, die über den Brenner führten (der "Eismann Ötzi" verunglückte vor 5300 Jahren 50 km westlich auf 3200 m). Die Römer bauten die alten, unbefestigten Pfade aus und errichteten gefestigte Straßen, die jedoch relativ schmal und teilweise auch sehr steil waren. Doch aufgrund der guten Bauweise und des Unterbaus hielte sich die Handelsroute bis ins Mittelalter. Dieser Weg war allerdings nicht ungefährlich: Hochwasser im Sommer, Lawinen im Winter. Erst 1777 baute Kaiserin Maria Theresia die Römerstraße aus, 90 Jahre später (1867) wurde die erste Eisenbahnlinie fertiggestellt. 1957 begann der Bau der Europabrücke - und somit der Bau des Pionierprojektes "Brennerautobahn". Am 17. November 1963 wurde die Autobahn dann für den Verkehr freigegeben.






