Breakfast at Tiffany's
Daten
- Deutscher Titel: Frühstück bei Tiffany
- Originaltitel: Breakfast at Tiffany’s
- Drehjahr: 1961
- Regie: Blake Edwards
"Ich komm’ gleich wieder. Bleib mir gewogen."
Die zuckersüße Holly Golightly (Audrey Hepburn) führt in New York ein unbekümmertes und beschwingtes Leben. Sie arbeitet nicht? Egal, sie bekommt ja Geld von Sally Tomato, den sie regelmäßig in Sing Sing besucht und mit dubiosen Wettervorhersagen versorgt. Sie hat den Schlüssel zu ihrem Apartment schon vor Tagen verloren? Egal, dann klingelt sie eben ihren Vermieter Mr. Yunioshi aus dem Bett, den cholerischen Japaner mit den vorstehenden Schneidezähnen aus dem obersten Stock. Ihr neuer Nachbar heißt nicht Fred? Egal, sie nennt ihn trotzdem so, weil er ihrem Bruder so ähnlich sieht.
So ist Holly. Und ihr eigenes Schicksal ist von diesem Lebenswandel so begeistert, dass es einfach munter mitmischt. Auf einer ihrer Partys, auf der sie wieder einmal unzählige Verehrer zusammengebracht hat, entzündet sie mit ihrer unachtsam durch die Gegend geschwenkten Zigarette den Hut einer alten Dame. Noch bevor Paul Varjak rettend einschreiten kann, hat sie den Hut durch eine weitere Unachtsamkeit auch schon wieder gelöscht, als sie einem Gast den Arm zur Seite dreht, um die Uhrzeit ablesen zu können, und sich dabei der Inhalt seines Glases auf den brennenden Hut ergießt.
Paul Varjak (George Peppard), das ist ihr neuer, gutaussehender Nachbar, den sie Schätzelchen nennt. Immerhin arbeitet er, hat aber in seinem Beruf als Schriftsteller so wenig Erfolg, dass er sich von einer älteren Gönnerin aushalten lassen muss, die ihn dafür regelmäßig besuchen darf. Holly nennt ihre Katze Cat und weigert sich, ihr einen Namen zu geben: "I don't want to own anything until I find a place where me and things go together." In einer Szene wirft Holly ihre Katze bei Regen aus dem Taxi. Audrey Hepburn meinte später, dies sei die widerlichste Handlung, die sie jemals in einem Film tun musste. So wie sie Cat keinen Namen geben will, möchte sie sich auch nicht von anderen Menschen abhängig machen, auch nicht von Paul, mit dem sie am liebsten flirtet. Die schönste Szene des Film ist der gemeinsame Besuch beim Nobel-Juwelier Tiffany’s. Holly und Paul erklären dem Verkäufer mit entwaffnendem Charme, dass sie hier einkaufen möchten, aber nur 10 Dollar haben (was nicht einmal für den silbernen Telefonwähler reicht), und entscheiden sich am Schluss dafür, eine Gravur auf einem Ring machen zu lassen, den sie als Beilage in einer Lebensmittelpackung gefunden haben.
Truman Capote, nach dessen Romanvorlage der Film entstand, wollte Marilyn Monroe in der Hauptrolle haben, und John Frankenheimer wurde als Regisseur gewonnen. Als die Produzenten sich später für Audrey Hepburn entschieden, wollte diese von Frankenheimer nichts wissen, weil sie von ihm nichts wusste. Mit Blake Edwards als Ersatz wurde eine gute Wahl getroffen. Und erst recht mit Henry Mancini, der für das Titellied "Moon River" und die Filmmusik einen Oskar erhielt.Handlung






