Boleslaw I. Chrobry
Bolesław I. Chrobry (poln chrobry = tapfer; * 966 oder 967, † 1125) war der erste König von Polen. Er war Sohn von Mieszko I, der im Jahre 966 die verschiedenen slawischen Stämme zwischen Oder und Bug geeint hatte. Nach dessen Tod im Jahre 992 übernahm er von ihm zunächst das Amt des Herzogs von Polen.
Nach dem Tode des römisch-deutschen Kaisers Ottos III im Jahre 1008 ließ Bolesław die bereits von deutschen Truppen besetzte (aber vom slawischen Stamm der Sorben bewohnte) Lausitz erobern, was Ottos Nachfolger Heinrich II zur Kriegserklärung gegen Polen veranlasste. Darauf überrannten deutsche Truppen den Westen Polens, mussten aber nach einer missglückten Belagerung der Stadt Niemcza in Schlesien im Jahre 1017 wieder abziehen. Ein Jahr später schlossen Bolesław und Heinrich in Bautzen einen Friedensvertrag, der Bolesław zwar die Oberherrschaft über die Lausitz zusicherte, aber zum Verlust seiner Herrschaftsansprüche über Böhmen, Mähren und die Slowakei führte.
Ein im Jahre 1018 unterzeichnetes Bündnis zwischen dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation und der Kiewer Rus mündete in einen Krieg zwischen Polen und der Kiewer Rus. Bolesław drang mit seinen Truppen bis Kiew vor, doch ein Sieg blieb ihm versagt. Auch verlor er über weite Teile Pommerns (eines damals ebenfalls slawisch besiedelten Landstrichs) die Kontrolle.
Erst 1025 —also kurz vor seinem Tode— wurde Bolesław zum König Polens gekrönt, da Heinrich II. bis zu seinem Tode dagegen opponiert hatte. Aus der Ehe von Bolesław mit der slowakischen Herzogin Emnilde ging sein Nachfolger auf dem Königsthron hervor: Mieszko II
Siehe auch: Liste der Herzöge und Könige von Böhmen
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Vorgänger:
Mieszko I
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Liste der Herzöge und Könige von Polen
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Nachfolger:
Mieszko II
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