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Bison


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Der Bison (Bison bison) ist ein ursprünglich über die gesamte Nordhalbkugel verbreitetes Rind. Heute benennt man vor allem den nordamerikanischen Büffel (Bison bison bison) als Bison. Er erreicht eine Schulterhöhe von 1,80 m. Der Bulle wird etwa 3,6-3,7 m lang. Damit ist der Bison das größte nordamerikanische Säugetier. Er lebt in Herden.

Table of contents
1 Bisonjagd
2 Bisonmord
3 Heutige Situation

Bisonjagd

Für die nordamerikanischen Indianer der Plains und Prärie war der Bison die Lebensgrundlage schlechthin. Das Bisonfleisch diente ihnen als Hauptnahrung, andere Teile wie Sehnen, Fell und Knochen verwendeten sie für die Herstellung von Tipis, Kleidern, Sättel und Zaumzeug, Schilde, Seile, Leim, Dünger, Kissenfüllung, Geschirr Raseln, Schmuck, Werkzeuge usw. Nur mit Pfeil und Bogen bewaffnet, gestaltete sich die Bisonjagd für die Indianer mühsam. Sie konnten die Tiere nur selten einzeln erlegen, sondern mussten sie in einer Treibjagd über eine Felsenkante in den Abgrund stürzen. Dabei kamen oft unnötig viele Bison ums Leben. Mit der Einführung des Pferdes zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Bisonjagd erheblich einfacher. Hoch zu Pferd waren die Indianer genügend schnell, um sich den Bisons zu nähern und Pfeile, später auch Gewehrschüsse auf sie abzuschießen.

Bisonmord

Seit den 1820er Jahren jagten auch eingewanderte Weiße die Bison. Gegen Ende der 1860er Jahre wurden regelrechte Bisonmorde organisiert, mit dem Ziel, den Indianern die Lebensgrundlage zu entziehen. So brachen sie den letzten Widerstand der Indianer. Oft schossen die weißen Jäger aus Eisenbahnen auf die Tiere und ließen sie einfach liegen. Einer der sich beim Bisonmord besonders hervortat, war William F. Cody, der bald Buffalo Bill genannt wurde. Gemäss Schätzungen fielen rund 30 Millionen Bisons den Weißen zum Opfer.

Heutige Situation

Vermutlich hat die Errichtung des Yellowstone-Nationalparkes den nordamerikanischen Bison vor dem Aussterben gerettet. Es lebten nur noch einige Dutzend Bisons, als 1872 der Nationalpark gegründet wurde und den Bisons ein Rückzugsgebiet schuf. Mittlerweile gibt es wieder Tausende von Bisons, viele davon leben noch heute im Yellowstone. Indianer widmen sich vermehrt der Bisonzucht. Bisonfleisch erfreut sich auch in Europa steigender Beliebtheit.

Siehe auch: Büffel-Bund




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