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BIOS

BIOS ist eine Abkürzung aus dem IT-Bereich und steht für Basic Input Output System.

Table of contents
1 BIOS beim IBM-kompatiblen PC
2 Wie komme ich ins Bios?
3 Verschiedene Firmen mit einem eigenen BIOS
4 BIOS beim Atari ST
5 BIOS und freie Software
6 Weblinks

BIOS beim IBM-kompatiblen PC

Das BIOS ist das erste Programm, welches beim Starten des Rechners geladen wird. Es läuft bereits vor dem Start des Betriebssystems ab. Windows- und Linux-Rechner können auf das selbe BIOS zurückgreifen (siehe unten).

Das BIOS ist ein Programm, das in einem Festspeicher (ROM oder EPROM) abgelegt ist. Es initialisiert die Hardware, lädt das eigentliche Betriebssystem (z. B. von der Festplatte) und lässt eine Sammlung von Ein-/Ausgaberoutinen im Hauptspeicher, auf die das Betriebssystem (z. B. MS-DOS) später zurückgreifen kann. Damit implementiert die BIOS-Software die unterste Schnittstelle zwischen Hardware und der höher liegenden Software.

Siehe auch: Firmware

Aufgaben, die das BIOS erfüllen muss

Da das BIOS direkt mit der Hardware zusammenarbeiten muss, ist es von der CPU und vom Board abhängig, wie diese Routinen implementiert sind. Das BIOS muss also so programmiert sein, dass es mit der dafür vorgesehenen Hardware kooperieren kann. Daher ist es nicht beliebig austauschbar.

Die Schnittstelle zur Software ist dagegen immer gleich. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass PC-Software, unabhängig davon, auf welchem PC-System sie eingesetzt wird, funktioniert.

Es gibt Standards, die festlegen, wie sich das BIOS gegenüber der Software zu verhalten hat.

Beim Startvorgang eines Rechners kann man sich in ein BIOS-Menü einklinken und dort verschiedene Einstellungen vornehmen.

Wie komme ich ins Bios?

Im Normalfall sollte man am BIOS nur wenig ändern. So ist der Aufruf der BIOS-Einstellungen nur selten notwendig. Bei Schwierigkeiten kann man durch die Option Load Setup Default die Standardeinstellungen des Herstellers zurückholen. Falls diese Option nicht funktioniert, kann man mit Load Bios Default eine Minimalkonfiguration herstellen.

Verschiedene Firmen mit einem eigenen BIOS

BIOS beim Atari ST

Beim Atari ST war das gesamte Betriebssystem TOS, einschließlich der grafischen Benutzeroberfläche GEM, im ROM untergebracht und war quasi direkt nach dem Einschalten betriebsbereit.

Als BIOS bezeichnete man die unterste Schicht des Betriebssystems, für den Programmierer erkennbar als eine Sammlung speicherresidenter Funktionen. Darüberliegende Schichten (ebenfalls erkennbar als solche Sammlungen) waren:

BIOS und freie Software

Aus Freisoftware-Sicht gibt es nichts am BIOS, was nicht auch das Betriebssystem übernehmen könnte. GNU/Linux greift daher nicht auf die speicherresidenten Routinen des BIOS zurück, sondern löscht diese als erstes aus dem Hauptspeicher und verwendet stattdessen eigene. So kann Linux auf eine Festplatte zugreifen, egal, ob sie im BIOS-Setup angemeldet ist oder nicht. Die Aufgabe des BIOS reduziert sich somit darauf, den Bootloader zu starten.

Die verschiedenen BIOSe der verschiedenen PCs sind im Regelfall proprietäre (d. h. nicht freie) Software, was große Sicherheitsrisiken birgt. So erlaubt z. B. das BIOS der Xbox es nicht, andere Software als die von Microsoft zugelassene zu starten. Desweiteren ist zu befürchten, dass im Zuge von DRM zukünftig vom BIOS Angriffe auf die Benutzer ausgehen werden.

Es ist theoretisch möglich, den ROM-Baustein, auf dem das BIOS abgelegt ist, zu ersetzen oder zu überschreiben, um so z. B. den Linux-Kernel direkt aus dem ROM heraus zu starten, ohne BIOS. Die Vorgehensweise ist jedoch von der jeweiligen Hauptplatine abhängig und somit nicht ganz einfach.

Weblinks




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