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Artillerie

= Truppengattung = Die Artillerie ist eine Truppengattung des Heeres. Sie ist mit weittragenden Geschützen, Raketen und Aufklärungsmitteln ausgestattet und führt den Feuerkampf zumeist mittels indirekten Richtens.

Man unterscheidet

weiterhin verfügt die Artillerie über Ausrüstung zur Bestimmung von Wetterdaten. Vermessungsaufgaben werden ebenso von der Artillerie wahrgenommen, wobei in der Bundeswehr eine eigene Topographietruppe existiert.

Table of contents
1 Einsatzgrundsätze
2 Geschichte

Einsatzgrundsätze

Artillerie wird zumeist im indirekten Richten eingesetzt, d.h. aus der Feuerstellung ist das Ziel nicht zu sehen. Durch die hohe Reichweite können mehrere Artilleriestellungen auf das gleiche Ziel schießen und der Schwerpunkt des Feuerkampfes kann rasch verlegt werden. (Die Reichweite der modernen 155-mm -Panzerhaubitze 2000, dem modernsten Artilleriegeschütz der Welt, liegt bei 40 km, ebenso wie die moderner Raketenwerfer)

Die Zielaufklärung erfolgt bei der Rohrartillerie meist durch vorgeschobene Beobachter, die auch das Feuer lenken und korrigieren. Diese Beobachter verfügen heutzutage meist über technische Mittel zur Entfernungs- und Richtungsmessung, teilweise können diese Geräte die Zielkoordinaten direkt an die Feuerleitrechner übertragen. Weiterhin erfolgt die Zielaufklärung auch durch die technischen Mittel der aufklärenden Artillerie oder durch Meldungen der Kampftruppe. Wird nur nach Karte geschossen, so spricht man von Planschießen.

Je nach Ziel können unterschiedliche Munitionssorten bzw. Zünder verwendet werden.

Durch die Verbesserung der technischen Aufklärung ist es teilweise möglich, ein Geschoss im Fluge zu vermessen und die Koordinaten der Feuerstellung zu errechnen. Durch die dadurch auftretende höhere Gefährdung werden die Geschütze in den Feuerstellungen in großen Abständen aufgestellt und eine Feuerstellung wird nach Erfüllung eines Feuerauftrages rasch gewechselt. Durch den Zwang zu hoher Beweglichkeit werden fast nur noch Geschütze auf Selbstfahrlafetten, nach Möglichkeit unter Panzerschutz (Panzerhaubitze) eingesetzt. Aus Gewichtsgründen kommen aber in Spezialaufgaben noch leichte Feldgeschütze zum Einsatz. (Luftverlastbarkeit)

Leichte Mörser (Granatwerfer) sind organisatorisch meist direkt der Kampftruppe, insbesondere der Infantrie zugeordnet.

Feuerleitung

Da die Geschütze keine unmittelbare Sicht zum Ziel haben, muss die Erhöung und die Richtung des Geschützes/Werfers errechnet werden. Dazu kommen heutzutage meist Feuerleitrechner zum Einsatz, es kann aber auch mittels Schusstafel manuell gerechnet werden.

Durch Anpassung der Rohrerhöhung und der Treibladung lassen sich Ziele hinter Deckungen bekämpfen, bzw. der Auftreffwinkel der Geschosse verändern.

Das indirekte Richten erfordert das Vermessen der einzelnen Geschütze/Werfer. Das eigentliche Zielen erfolgt gegen Richtpunkte, die entweder eindeutige Geländepunkte sein könne, oder von der Geschützbesatzung errichtet werden. Letztere sind insbesondere in der Nacht erforderlich, da sie beleuchtet werden müssen. (Richtlatten oder Kollimator)

basierend auf diesen Koordinaten und den Zielkoordinaten werden

In diese Berechnung werden innenballistische Einflüsse (nur Rohrartillerie) und außenballistische Einflüsse einbezogen.

Stehen die obigen Daten nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung, so wird durch Einschießen ein entsprechender Korrekturfaktor ermittelt.

Geschichte

Der Name "Artillerie" leitet sich von den lat. Wörtern ars und tollere ab und bedeutet daher soviel wie die "Kunst des Werfens." Als eigenständige Truppengattung hat sich die Deutsche Artillerie unter Friedrich dem Großen von Preußen herausgebildet. Vorher war die Artillerie eine Sondertruppe, deren Personal eine eigentümliche Mittelstellung zwischen Handwerkern, Alchimisten (Pulverzusammensetzung!) und Soldaten einnahmen.\n




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