Arbeit (Gesellschaft)
Arbeit ist der Prozess der bewussten schöpferischen Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und der menschlichen Gesellschaft.Die Arbeit dient der individuellen Reproduktion, der Arterhaltung und der kulturellen Weiterentwicklung des einzelnen Menschen und der gegebenen sozialen Verhältnisse. Historisch und sozio-ökonomisch gesehen unterliegt der Begriff Arbeit inhaltlichen Veränderungen bzw. Entwicklungen, die im Wesentlichen vom Entwicklungsstand der Produktionsweise und den vorherrschenden Produktionsverhältnissen abhängen.
Das Wort Arbeit (von germ. *arbējiðiz "Mühsal") ist begrifflich verwandt mit indoeurop. *orbh- "verwaist, Waise", "verwaist sein, ein zu schwerer körperlicher Tätigkeit verdingtes Kind sein" (vgl. Erbe). Es ist ursprungsverwandt mit polnisch robota "Arbeit" (vgl. Roboter) und bedeutete "schwere körperliche Anstrengung, Mühsal, Plage".
Eine neue Sicht der Arbeit als sittlicher Wert und Beruf des Menschen in der Welt wurde von Martin Luther mit seiner Lehre vom allgemeinen Priestertum ausgeprägt, wobei er sich auf Ansätze in der Ethik des Rittertums und in der mittelalterlichen Mystik stützte. Mit dem Verständnis der Arbeit als Berufung und "Beruf" erfuhr das Wort Arbeit eine hohe Aufwertung.
Für Marxisten ist, der Werttheorie folgend, die "menschliche Arbeitskraft" die alleinige wertvergößernde Kraft, die das Kapital vergrößert.
Wenn man die Arbeit als wichtigen Wert in der Gesellschaft betrachtet, dann ist die direkte Besteuerung der Arbeit z.B. mit der Lohn- und Einkommenssteuer sehr kritisch zu betrachten. Bei einer so hohen Zahl von Arbeitslosen, ist es nicht einsichtig, warum der Faktor Arbeit durch Steuern unnötig verteuert werden muß.
Literatur
siehe auch: Arbeitslosigkeit New Work






