Aralsee
Der Aralsee (kasach. Aral tenizi) ist ein abflussloser Salzsee in Asien. Er gehört je zur Hälfte zu Usbekistan und Kasachstan.
Die Hauptzuflüsse sind die Flüsse Amudarja und Syrdarja. Da diesen Flüssen seit der Stalin-Ära (Beginn intensiven Baumwollanbausanbaus in Kasachstan und Usbekistan) viel Wasser für extensive Bewässerung entnommen wird, sinkt der Wasserspiegel des Sees kontinuierlich stark ab, so dass der Aralsee vermutlich in kurzer Zeit nicht mehr existieren wird.
Von 1960 - 1990 sank der Wasserspiegel um 13 m. Die Fläche des Sees ging in der Zeit von 64.500 km² um 40% zurück. Gleichzeitig stieg der Salzgehalt auf 26%, was ein Fischsterben mit dem Niedergang von Fischerei nach sich zog. Ehemalige Hafenstädte, Bade- und Uferorte liegen heute mitten in der Wüste, mehr als 100km von der Uferlinie entfernt. Zusätzlich leiden viele Bewohner im weiteren Umkreis um den See an verschiedenen chronischen Erkrankungen. Auch die Kindersterblichkeit ist sehr hoch.






