Animismus
Als Animismus (von lat Anima = Seele, Atem) bezeichnet man im allgemeinen ein schriftloses Religionssystem (auch Naturreligion), das davon ausgeht, personifizierte, übernatürliche Wesen (Geister oder Seelen) bewohnten natürliche Körper oder gewöhnliche Gegenstände und bestimmten deren Existenz.
Zwischen animistischen Religionen und den "großen" Weltreligionen bestehen einige Parallelen:
Animusmus und die Weltreligionen
Oft verbinden sich animistische mit anderen religiösen Glaubenssystemen zu synkretistischen Religionen. Beispiel dafür ist Candomblé, die vorherrschende Religion in einigen Gebieten Brasiliens, oder der Santeria-Kult auf Kuba. Hier verschmelzen katholische Heilige mit alten afrikanischen Göttern.
Siehe auch: Voodoo
Animismus ist auch der Name einer Theorie der Religion des Anthropologen Sir Edward Burnett Tylor in seinem Buch 1871, "Primitive Culture". Die meisten Religionswissenschaftler schätzen heute den Begriff "Animismus" als sinnvoll ein zur Beschreibung spezifischen Glaubenssystems, weisen aber Tylors Animismustheorien zurück.
Nach Tylor ist Animismus die früheste von Menschen entwickelte Form der Religion. Die Menschen hätten ihre frühesten Gesellschaftssysteme auf den Animismus gebaut, um zu erklären, warum die Dinge geschehen. Als Tylor dieses veröffentlichte, galt diese Theorie politisch radikal, weil sie beanspruchte, dass nicht-westliche Völker (nämlich nicht christliche Heiden) tatsächlich Religion haben. Jedoch seit dem Erscheinen der Primitive Culture, sind die Theorien Tylors von drei Seiten kritisiert worden.
Animismus in der Religionstheorie
Neuheiden beschreiben häufig ihr Glaubenssystem als animistisch. Ein Beispiel davon ist der Gedanke, eine Göttin oder ein Gott bestünden aus allem, was existiert.
siehe auch: Magie, Totemismus, Fetischismus, Paganismus\n






