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Albrecht Kossel

Albrecht Kossel (* 16. September 1853 in Rostock, † 5. Juli 1927 in Heidelberg) war ein deutscher Mediziner und Physiologe.

Das Arbeitsfeld von Albrecht Kossel war die Physiologische Chemie, insbesondere die Chemie von Geweben und Zellen. Er begann seine Forschungen mit einer Konzentration auf den Zellkern und wandte sich dann mehr und mehr den Proteinen zu, außerdem den Veränderungen von Proteinen bei der Umwandlung in Peptide, den Peptidkomponenten der Zelle sowie der Identifizierung der kleinsten Proteine. An Fischrogen studierte er die Protamin- und Hexonbasen. 1886 entdeckte er das Histidin, danach erarbeitete er eine quantitative Methode zur Isolierung von Hexonbasen. Mit seinem Schüler H.D. Dakin untersuchte er die Arginase, ein Enzym, welches Arginin in Harnstoff und Ornithin spaltet. Später entdeckte er das Agmantin in Heringsrogen und entwickelte eine Methode, es herzustellen.

Lebenslauf

1853 wird Kossel am 16. September 1853 als ältester Sohn des russischen Konsuls Albrecht Kossel und seiner Frau Clara in Rostock geboren.
1872 beginnt er sein Medizinstudium an der neugegründeten Universität von Straßburg. Besonders die Vorlesungen seiner Professoren de Bary, Waldeyer, Kundt, Baeyer und vor allem Hoppe-Seyler beeinflussen ihn.
1878 promoviert er an der Universität Rostock. Danach bekommt Kossel eine Assistentenstelle bei seinem ehemaligen Lehrer Hoppe-Seyler.
1883 bekommt er von E. du Bois-Reymond die Direktorenstelle des Berliner Institutes für Physiologie. Hier wird er außerdem zum Außerordentlichen Professor der Medizinischen Fakultät berufen.
1895 folgt Kossel dem Ruf als Professor auf dem Lehrstuhl für Physiologie und Direktor des Physiologischen Institutes in Marburg.
1901 wechselt er an die Universität Heidelberg als Nachfolger von Kühne und Helmholtz.
1910 erhält er den Nobelpreis für Medizin
"in Anerkennung seines Beitrags über das Wissen der Zellchemie durch seine Arbeiten an Proteinen einschließlich der Kernsubstanzen."
1927 stirbt Albrecht Kossel am 5. Juli in Heidelberg.

Albrecht Kossel hatte eine Tochter und einen Sohn, Walther Kossel. Dieser wurde ein bekannter Physiker und entdeckte die besondere Interferenzerscheinung von Röntgenstrahlen an Kristallen.



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