Al-Aksa-Intifada
Al-Aksa-Intifada bezeichnet den Konflikt zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften, der im September 2000 begonnen hat.Der Begriff setzt sich aus Al-Aksa und Intifada zusammen.
Nach Darstellung der Palästinenser löste der Besuch Ariel Scharons auf dem Tempelberg in (Jerusalem) am 21. September in Begleitung von über 1000 Polizisten die Protestaktionen spontan aus. Dabei wurden durch massiven Waffeneinsatz der Polizei vier Personen getötet und etwa zweihundert verletzt. Auch vierzehn Polizisten wurden verletzt. Dieses Ereignis bildete mit Demonstrationen der folgenden Tage den Anfangspunkt der Al-Aksa-Intifada.
Nach israelischer Darstellung habe der palästinensische Sicherheitschef Jabril Rajoub sein Einverständnis für Sharons Besuch gegeben, sofern dieser keine Moschee betrete. Der Polizeieinsatz sei nötig gewesen, weil das palästinensische Radio dazu aufgerufen habe, die Moschee zu verteidigen und die palästinensische Polizei in letzter Minute erklärt habe, nichts gegen gewaltsame Demonstrationen zu unternehmen. Der palästinensische Kommunikationsminister Imad Faluji hätte erklärt, der Einsatz von Gewaltmaß sei bereits im Juli geplant worden, nachdem Arafat von Camp David zurückgekehrt sei.
Der Mitchell-Report 2001 fasst zusammen: In ihren Eingaben haben beide Seiten Behauptungen über Motivation und Kontrolle des anderen aufgestellt. Uns wurden keine überzeugenden Beweise dafür vorgelegt, dass der Besuch Scharons mehr war als ein innenpolitischer Akt; auch haben wir keine überzeugenden Beweise dafür erhalten, dass die Autonomiebehörde den Aufstand geplant hat ... Der Besuch Scharons hat nicht zur Al-Aqsa-Intifada geführt ... Bedeutsamer waren die folgenden Ereignisse: die Entscheidung der israelischen Polizei am 21. September, tödliche Mittel gegen palästinensische Demonstranten einzusetzen, und das Versäumnis beider Seiten, Zurückhaltung zu üben..
Siehe auch: Israelisch-palästinensischer Konflikt, Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts






