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Akkusativ

Die Bezeichnung Akkusativ (auch Wen-Fall) leitet sich vom lateinischen casus accusativus (die Anklage betreffender Fall) her. In Nominativsprachen wie dem Deutschen bezeichnet der Akkusativ das direkte Objekt.

Table of contents
1 Akkusativ im Deutschen
2 Akkusativ im Englischen
3 Akkusativ im Latein
4 Funktionen des Akkusativs in weiteren Sprachen

Akkusativ im Deutschen

Auf Deutsch wird der Akkusativ auch als Wenfall (4. Fall) bezeichnet. Er ist ein morphologischer Kasus, dessen Formen zum größten Teil (außer im Maskulin Singular) mit jenen des Nominativs zusammenfallen.

Beispiele:

Akkusativ bedingt durch die Rektion

Der Akkusativ kann durch die Rektion von Verben, Präpositionen und Adjektiven verlangt werden.

Präpositionen:

Einige Präpositionen können je nach Verwendung sowohl Akkusativ als auch
Dativ verlangen. Wenn diese sogennanten Wechselpräpositionen statische Bedeutung haben, folgt Dativ, handelt es sich um einen Ortswechsel, folgt Akkusativ. Beispiel: Wo wohnt er? - Er wohnt in der Stadt (Dativ). Aber: Wohin geht er? Er geht in die Stadt (Akkusativ).

Verben

Adjektive

Der Gleichsetzungsakkusativ

Der Gleichsetzungsakkusativ (auch prädikativer Akkusativ) tritt nur bei bestimmten Verben wie z.B. nennen, schelten, taufen etc. auf. Er steht ohne Präposition neben dem Akkusativobjekt und bezieht sich eng darauf.

Beispiel:

Der adverbiale Akkusativ

Der adverbiale Akkusativ (auch Adverbialakkusativ) bezeichnet eine Zeitdauer (1 und 2) oder Strecke (3 und 4) und kann nicht durch ein Pronomen ersetzt werden. Er wird nicht vom Verb verlangt und kann also auch bei Verben stehen, die keine Ergänzung im Akkusativ haben (2). Bei der Umwandlung eines Aktivsatzes (3) in einen Passivsatz (4) bleibt er erhalten.

Beispiele

Der absolute Akkusativ

Als absoluter Akkusativ werden Satzglieder im Akkusativ bezeichnet, die nicht durch das
Prädikat (Verb oder Adjektiv mit sein) verlangt werden, wie zum Beispiel der adverbiale Akkusativ. Häufig wird der Begriff aber eingeschränkt verwendet, und bezeichnet nur solche Satzglieder, die nicht unter die Definition des adverbialen Akkusativs fallen und meistens als elliptische Konstruktionen gedeutet werden.

Beispiel:

Akkusativ im Englischen

Im
Englischen können Reste des Akkusativs bei den Pronomen gefunden werden, wie zum Beispiel him (zu he) und whom (zu who). Allerdings ist die Bezeichnung für das Englische nicht geeignet, da die Formen des Akkusativs mit jenen des Dativs zusammengefallen sind. Im Altenglischen wurde der Dativ him vom Akkusativ hine unterschieden. Für das heutige Englisch spricht man besser von Objektiv.

Akkusativ im Latein

Neben seiner Rolle als Marker für das direkte Objekt steht der Akkusativ bei einigen Präpositionen. Er funktioniert aber auch als Richtungskasus (Lativ). So heißt zum Beispiel "romam ire" so viel wie nach Rom gehen.

Siehe auch: Nominativ, Genitiv, Dativ, Transitivität, Subjekt-Objekt-Spaltung




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