Adalbert Stifter
Adalbert Stifter (* 23. Oktober 1805 in Oberplan (Horní Planá), Böhmen; † 28. Januar 1868 in Linz) war ein österreichischer Schriftsteller, Heimatdichter, Maler und Pädagoge.
Stifter ist berühmt für seine idealistischen Natur- und Menschenschilderungen.
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2 Werke 3 Stifter heute 4 Literatur 5 Filme 6 Weblinks |
Geboren wird Stifter in Oberplan in Böhmen (heute: Horní Planá in Tschechien). Sein Vater ist ein armer Leinweber. In Kremsmünster besucht er das Gymnasium des Benediktinerordens. Er studiert ab 1826 Rechtswissenschaft an der Universität Wien. 1828 verliebt er sich in Fanny Greipl, aber nach fünf Jahren verbieten ihre Eltern jeden weiteren Kontakt, ein Verlust, von dem er sich nie erholt. 1835 verlobt er sich mit Amalia Mohaupt, die er 1837 auch heiratet, aber die Ehe scheint nicht glücklich gewesen zu sein.
Statt Staatsbeamter zu werden, unterrichtet er zunächst als Privatlehrer in den Aristokratenkreisen von Wien. Zu seinen Schülern zählen die Prinzessin Maria Anna von Schwarzenberg und Richard Metternich, der Sohn von Klemens Wenzel von Metternich, dem "Architekten" des Wiener Kongresses. Zudem verdient er ein wenig Geld mit dem Verkauf von Gemälden, und er veröffentlicht seine erste Geschichte "Der Condor" im Jahre 1840. Der unmittelbare Erfolg des Buches löst eine stetige Schriftstellerkarriere aus.
Stifter besucht Linz 1848 und zieht ein Jahr später dauerhaft dorthin, wo er als Herausgeber der Linzer Zeitung und des Wiener Boten arbeitet. Stifter wird nun doch Beamter: 1850 ernennt man ihn zum Inspektor für die Volksschulen von Oberösterreich, 1855 wird er zum Schulrat.
Seine Gesundheit verschlechtert sich ab 1854, Stifter erkrankt 1863 schwer, woran, weiß man nicht genau. in depressiver Bettlägrigkeit wegen Leberzirrhose versucht er am 25. Januar 1868 sein Leben durch Selbsttötung zu beenden, indem er sich in den Hals schneidet. Wenige Tage später, am 28. Januar stirbt Stifter.
Witiko ist ein historischer Roman, der im 12. Jahrhundert spielt, ein Buch, das viele Kritiker abgeschreckt hat, aber von Hermann Hesse und Thomas Mann gelobt wurde.
Sein Leben und Wirken im Grenzbereich zwischen deutscher und tschechischer Kultur ließ Adalbert Stifter zum Namenspatron einiger verbindender Projekte werden:
Leben
Werke
Würdigung
Stifters Werk ist gekennzeichnet durch die Suche nach Vollkommenheit und Schönheit; seine Figuren bemühen sich um ein sittlich wertvolles Leben und sie bewegen sich in großartigen Landschaften, in deren ausgiebigen Beschreibungen Stifter schwelgt. Bosheit, Grausamkeit und Leid erscheinen selten, und der Ausblick der Stifterschen Werke ist stets optimistisch. Dies schafft in seinen Büchern eine Stimmung einer unaufgeregten, wohlgesetzten und schönen, aber damit wenig fesselnden Welt. Im Vergleich zu seinen realistisch schreibenden Zeitgenossen bleibt Stifter eindimensional, sein Ideal vollkommener Welten scheint wenig wirklichkeitsbezogen, sondern ein reines Produkt seiner Vorstellungskraft. Die meisten seiner Bücher sind umfangreiche Geschichten oder kurze Romane, viele davon in unterschiedlichen Versionen, manche grundlegend verändert.Stifters Werke im Überblick:
Stifter heute
Literatur
Filme
Weblinks






